Wirtschaft besorgt: Deutsche Arbeitskosten steigen weiter

Wirtschaft besorgt
Deutsche Arbeitskosten steigen weiter

Deutsche Unternehmen sorgen sich um die Wettbewerbsfähigkeit. Der Anstieg der Arbeitskosten schwächte sich 2013 zwar auf 2,4 Prozent ab, in den umliegenden EU-Staaten fällt er aber deutlich niedriger aus.
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BerlinDie Arbeitskosten in Deutschland sind 2013 langsamer gestiegen als in den beiden Vorjahren - aber immer noch deutlicher als in den meisten anderen EU-Staaten. Die deutsche Wirtschaft schlägt deshalb Alarm: Sie fürchtet um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Arbeit verteuerte sich vergangenes Jahr um durchschnittlich 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. 2012 hatte es noch ein Plus von 2,9 Prozent gegeben, 2011 von 2,8 Prozent. Besonders kräftig zogen dieses Mal die Bruttoverdienste mit 2,5 Prozent an, während die Lohnnebenkosten um 2,1 Prozent stiegen.

Damit kletterten die Kosten für Arbeitgeber fast doppelt so stark wie im EU-Schnitt. Darauf deuten Daten für das dritte Quartal 2013 hin, die für 26 der 28 EU-Staaten vorliegen. Demnach erhöhten sich die Kosten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich hierzulande um 1,9 Prozent, in der EU dagegen nur um 1,0 Prozent.

„Auch wenn sich das Tempo vermindert hat, der Anstieg der Arbeitskosten bleibt spürbar“, sagte die für den Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik zuständige Bereichsleiterin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Sandra Hartig. Der aktuellen DIHK-Unternehmensumfrage zufolge sehen so viele Unternehmen wie noch nie in den Arbeitskosten ein Geschäftsrisiko. „Andere europäische Länder holen in Sachen Wettbewerbsfähigkeit hingegen auf“, warnte Hartig.

Arbeit verteuerte sich am stärksten in Estland (plus 8,1 Prozent), Litauen (plus 6,2), Lettland (plus 5,9) und Rumänien (plus 4,2). In Zypern (minus 7,6 Prozent), der Tschechischen Republik (minus 2,5), Irland (minus 1,6) und Slowenien (minus 0,6) sanken die Arbeitskosten dagegen. In Frankreich - der nach Deutschland größten Volkswirtschaft der Euro-Zone - zogen sie wegen sinkender Lohnnebenkosten nur um 0,4 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Arbeitskosten steigen in Deutschland, jedoch kommt von dem Geld netto nichts bei den Arbeitnehmern an. Diese Politik ist ein Desaster für alle fleißigen Arbeitnehmer. Engagement lohnt sich nicht mehr.

  • Ja, aus dem Artikel spricht eher die Gier der Unternehmer. Bei den Preissteigerungen ist man auch nicht kleinlich. Lebensmitel sind so um die 10% gestiegen, da sind die 2,5% noch weit weg.

    Übigens, wie stark sind denn die Unternehmensgewinne gestiegen? Auch nur 2,5%? Wohl kaum. Da ist also noch Luft für die Einkommen derer, die diese gewinne erarbeiten!

  • So groß waren die Tariflichen Lohnsteigerungen nicht. Vielleicht gibt es auch wieder Auslastungsmangel, was die Produktivität nach unten zieht, was wiederum die Arbeitskosten nach oben treibt.

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