Wirtschaft im Aufschwung
Gabriel warnt Deutsche vor Selbstgefälligkeit

Die deutsche Wirtschaft boomt: Die Bundesregierung erwartet für dieses und nächstes Jahr ein deutlich stärkeres Wachstum als zunächst prognostiziert. Doch der Wirtschaftsminister hebt den mahnenden Zeigefinger.
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BerlinDie Aussichten sind prächtig: Die Bundesregierung rechnet dieses und nächstes Jahr mit einem noch stärkeren Wirtschaftswachstum. 2015 und 2016 wird nun nach Angaben vom Mittwoch jeweils ein Plus von 1,8 Prozent erwartet. Bislang waren es 1,5 Prozent für dieses Jahr und 1,6 Prozent für nächstes Jahr. Die günstigeren Aussichten sind unter anderem auf niedrigere Ölpreise und den schwächelnden Euro zurückzuführen, der die deutschen Exporte beflügelt.

Die Außenhändler werden daher nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel noch längere Zeit vom niedrigen Euro profitieren. „Ich glaube, dass der für die Exportwirtschaft gute Wechselkurs sicher auch im nächsten Jahr noch eine Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielen wird“, sagte der Minister. Der Wechselkurs dürfte sich in den nächsten Monaten eher nicht „dramatisch" ändern.

Deutlich nach oben revidierte die Regierung angesichts dessen ihre Export- und Importerwartungen. Sie rechnet für das laufende Jahr nunmehr mit einem Zuwachs der Ausfuhren von 4,7 Prozent nach bislang 3,6 Prozent. Die Einfuhren dürften sich um 5,7 Prozent erhöhen. Bisher war hier mit 4,1 Prozent gerechnet worden. 2016 sollen die Exporte dann weiter um 4,5 Prozent und die Importe um 5,1 Prozent wachsen.

Die Gemeinschaftswährung hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 22 Prozent zum Dollar verloren und notierte am Mittwochmittag bei 1,078 Dollar. Der niedrige Euro verbilligt die Ausfuhren nach Übersee und kommt damit den Exporteuren zugute.

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„Wirtschaftlicher Erfolg ist kein Selbstläufer“

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  • das verwechselst der Dicke wohl mit der Selbstbedienungsmentalität deutscher Politiker. Ich sag nur "Rente mit 60" für sächsische Abgeordnete

  • Hr. Gabriel sollte sich einmal die letzten Zahlen von Eurostat genauer ansehen. Viele der sogenannte Euromusterreformländer haben die Defizitkriterien deutlich verletzt. Viele Euroländer und deren Banken hängen am Tropf der EZB. Deutschland ist der größte Kapitalexporteur, hat die höchsten Leistungsbilanzrekordüberschüsse und zudem sind wir Investitionssparweltmeister, deshalb möchte er auch die private Finanzierung der Bundesautostraßen vorantreiben, die dann über eine Maut finanziert werden.

    Hr. Gabriel wie auch viele seiner Kollegen verstehen nicht den Zusammenhang von Währungen und wirtschaftlicher Prosperität. 19 Länder, 19 Volkswirtschaften, eine Währung, eine Zentralbank, eine einheitliche Geld- und Währungspolitik, da läuft schnell vieles aus dem Ruder.

  • ja herr jung
    sie bekommen zu wenig
    wenn der öffendliche dienst sagen wir mal 3% mehr bekommt dann ist bein gemeinen am ende 1,8 % in der tüte
    der staats sekretär und darüber bekommen auch 3% mehr
    brauchen aber kein mehr an steuern und soz.abgaben zu zahlen
    ein schelm der böses dabei denkt das will aber keine partei ernsthaft ändern
    da liegt der hase im pfefffer

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