Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums gefährdet der Japan-GAU nicht den Aufschwung in Deutschland. „Die Signale für ein weiteres dynamisches Aufschwungsjahr stehen auf grün“, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Angesichts des geringen Gewichts der japanischen Wirtschaft für den deutschen Außenhandel dürften von der Katastrophe „nur begrenzte direkte Einflüsse ausgehen“. Die Konjunkturerholung werden nicht nur von den Exporten, sondern zunehmend auch von der Binnenwirtschaft getragen. „Der Aufschwung steht inzwischen fest auf zwei Beinen“, schrieb das Ministerium.
Allerdings könne die steigende Inflation die Kauflust der Deutschen drücken. „Dämpfend auf die Entwicklung des privaten Verbrauchs könnte sich der mit der Verteuerung von Öl und Nahrungsmitteln einhergehende Kaufkraftentzug bemerkbar machen“, hieß es. Die Teuerungsrate stieg im Februar erstmals seit fast zweieinhalb Jahren über die Zwei-Prozent-Marke.
Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt setzt trotz der Atomkatastrophe auf eine positive konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Hundt sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Unsere Wirtschaft ist im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt." Allerdings seien die Auswirkungen der Ereignisse in Japan "noch nicht zu übersehen".
Hundt fügte hinzu: "Wenn hieraus nicht enorme neue Turbulenzen entstehen und die Rohstoffpreise nicht weiter steigen, wird das Wachstum dieses Jahr deutlich über zwei Prozent liegen." Noch habe man in Deutschland jedoch das Vorkrisen-Niveau nicht erreicht.

Japans Zentralbank pumpte derweil weitere sechs Billionen Yen (53 Milliarden Euro) in die Finanzmärkte. In den drei Tagen zuvor gab die Bank bereits 55,6 Billionen Yen frei. Der Dollar war am Morgen auf 76,25 Yen und damit auf den niedrigsten Stand seit dem Beben am vergangenen Freitag gefallen. Grund für den Anstieg des Yen seien Befürchtungen, japanische Investoren, insbesondere Versicherungen, könnten ihre Investitionen aus dem Ausland abziehen, um die immensen Schäden in Japan bezahlen zu können, sagte Masafumi Yamamoto, Chef-Währungs-Stratege bei Barclays Capital in Tokio. Bislang sei dies noch nicht erfolgt und demnach Spekulation.
Die Märkte erwarten nun, dass das japanische Finanzministerium und die Zentralbank eingreifen und Teile ihrer Dollarreserven auf den Markt werfen, um den Höhenflug des Yen zu bremsen. Ein starker Yen würde der vom Export abhängigen japanischen Industrie zusätzlich schaden. Außerdem soll den Banken so ermöglicht werden, die zu erwartende Nachfrage nach Krediten zum Wiederaufbau der zerstörten Teile Japans zu befriedigen.
Ich habe es grade bei einem anderen Artikel geschrieben. Dieser Vorfall in Japan, sollte unsre Wirtschaft zum Umdenken zwingen. Wer ganze Prodkuktionen ins Ausland verlagert, nur um ein paar Euro zu sparen, spielt mit dem Standort Deutschland wie wir jetzt sehen.
Wer keine Lgerhaltung mehr hat, sodnern diese4 auf die Autobahn verlagert, hat in Krisenzeiten natürlich keine Reserven
Wir hätten viele Probleme nicht, wie Zusammenbruch des Binnemarktes, Arbeitslosigkeit etc., wenn wir wieder hauptsächlich hier produzieren und zum Wohlstand des Landes beitragen.
Die Gier muß beendet werden.
Vielleicht sollten unsre Gier-Manager das jetzt mal als Cäsur ansehen.
Selbstverständlich kann man Zweigbetreie im ausland haben, das gab es schon vor dem 2. WK, aber nicht wie heute, alles verlagern und hier gar nicht merh produzieren
Die Weltwirtschaft ist heute hochgradig vernetzt und Japan ist mitten drin. Das ist ein grosser Unterschied zu Tschernobyl. Wenn in Japan die Produktion zu erliegen kommt und dass ist momentan der Fall, dann kommt es auch zu erheblichen Auswirkungen auf die restliche Weltwirtschaft. Japanische Teile sind in sehr vielen Produkten und können erst einmal nicht ersetzt werden. Als ersten wird es die Lean Production Produktionen treffen (z.B. Automobilindustrie). Wer sein Lager auf die Strasse verlegt hat, wird jetzt eine lange Strasse brauchen. In der Automobilproduktion sind ab nächster Woche grössere Produktionsausfälle weltweit zu erwarten. Ich habe schon am Wochenende meinen Augen nicht getraut als behauptet wurde, dies hätte auf die Weltwirtschaft keine Auswirkungen. Entweder diese Behauptung stammt von einer Koalition der Willigen oder einer Koalition der Ahnungslosen. Beides ist schlimm aber ich befürchte das Letztere.
"Zentralbank eingreifen und Teile ihrer Dollarreserven auf den Markt werfen, um den Höhenflug des Yen zu bremsen"
wieso bremst man den Yen, wenn man U$ verkauft? Ihr Redakteur hat ein eigenartiges Verständnis von Wirtschaft!
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