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Wirtschaftskrise: Arbeitsagentur und Banken sehen keinen Grund zur Entwarnung

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise und der Bundesverband deutscher Banken haben vor vorzeitigen Hoffnungen auf ein Ende der Wirtschaftskrise gewarnt. Weise sprach von erheblichen Unsicherheiten für die Arbeitsmarkt, der Bankenverband den Aufschwung am Tropf des Staates.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise: Erhebliche Unsicherheiten für den Arbeitsmarkt. Quelle: dpa
BA-Chef Frank-Jürgen Weise: Erhebliche Unsicherheiten für den Arbeitsmarkt. Quelle: dpa

HB BERLIN. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht trotz der wirtschaftlichen Erholung keinen Grund für Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt. Er beobachte mit einer gewissen Sorge, dass die Wirtschaftskrise für beendet erklärt werde, sagte Weise der „Rheinpfalz am Sonntag“ laut Vorabbericht. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei zwar besser als erwartet. „Aber es gibt noch erhebliche Unsicherheiten“, sagte der BA-Chef. Bestimmte Branchen und Regionen würden noch lange brauchen, um sich von dem Rückschlag zu erholen.

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Insgesamt werde die Struktur am Arbeitsmarkt schlechter, erläuterte Weise. „Es gibt mehr Zeitarbeit und mehr befristete Beschäftigung.“ Auch würden immer mehr Vollzeit- in Teilzeitstellen umgewandelt. Außerdem seien noch mehr als 600 000 Menschen in Kurzarbeit. Alles in allem gebe es „keinen Grund zur Entwarnung“.

Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser rechnet damit, dass in seiner Branche bis Jahresende das derzeitige Beschäftigungsniveau gehalten wird. „Wir verlieren in diesem Jahr vielleicht 10 000 oder 20 000 Arbeitsplätze - und nicht 50 000, wie Anfang des Jahres befürchtet“, sagte Kannegiesser der „Frankfurter Rundschau“. Im kommenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten wieder steigen, schätzt der Chef des Arbeitgeberverbandes. Dabei seien Zeitarbeitnehmer nicht mitgezählt.

Bankenverband: Krise noch nicht zu Ende

Auch der Bundesverband deutscher Banken sieht im Gegensatz zu Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) keinen Anlass, das Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise auszurufen. Die wirtschaftliche Entwicklung habe zwar überrascht, letztlich aber hänge „der Aufschwung noch am Tropf des Staates und der Europäischen Zentralbank“, sagte Hauptgeschäftführer Manfred Weber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag. Die Lage der deutschen Banken habe sich verbessert, weil unter anderem das Eigenkapital aufgestockt und höhere Standards im Risikomanagement eingeführt worden seien.

Die Märkte würden sich aber erst dann wieder beruhigen, wenn die Politik die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte überzeugend angehe.

Brüderle hatte in seiner Regierungserklärung am 1. Juli erklärt: „Deutschland ist wieder da - nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich und politisch“. Die Auftragsbücher der Industrie hätten sich im Frühjahr deutlich gefüllt, die Produktionstätigkeit kräftig belebt.

  • 10.07.2010, 20:42 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,z7adxq6q142zi5so~cm.asp
    Die Staaten geben den banken Geld, damit sie die Gelder wieder zurückzahlen können, die sie komplett verzockt haben.

    © WDR) Die Handwerkskammern schlagen Alarm. Noch nie war es für ihre Mitgliedsunternehmen so schwierig, einen Kredit zu bekommen wie im abgelaufenen Halbjahr. Eine Einschätzung, die von der staatlichen KfW-bank bestätigt wird. Sie spricht von einem „Rekordtief bei der Vergabe von Unternehmenskrediten“. Wenn banken an Unternehmer kein oder nur noch wenig Geld verleihen, dann ist das für die ganze Volkswirtschaft schlecht. bankenkredite sind so etwas wie das Schmiermittel für die Wirtschaft. Ohne Kredite kein Wachstum und ohne Wachstum keine neuen Arbeitsplätze.
    Finanzexperten allerdings glauben, dass die Zurückhaltung der banken bei der Vergabe von Unternehmenskrediten vor allem einen anderen Grund hat. „Viele banken sind schon wieder mit spekulativen Geschäften an der börse aktiv“, erklärt Prof. Hans-Peter burghof von der Universität Hohenheim. „Und das ist so, weil sich die Rahmenbedingen seit der Finanzkrise nicht geändert haben. banken bekommen von den Zentralbanken weiterhin billiges Geld geliehen. Sie finanzieren ihre Zocker-Geschäfte mit billig geliehenem Geld. Eigenes Kapital müssen sie kaum einsetzen. Und wenn es schiefgeht, zahlt wieder der Steuerzahler, klarer Fall.
    Die bankster ruinieren die Realwirtschaft, die bankster ruinieren ganze Volkswirtschaften. Und kein einziger sitzt im Knast. Es ist wieder an der Zeit, dass die bürger die Guillotine flott machen, kommentierte ein Forist in der SZ.

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