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Wirtschaftskrise: Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern auf Rekordniveau

In der Euro-Zone waren im Juli 18 Millionen Menschen ohne Arbeit. Damit hat die Arbeitslosenquote mit 11,3 Prozent einen neuen Negativrekord erreicht. Auch Deutschland kann sich dem Trend nicht ganz entziehen.

Im Juli waren 18 Millionen Menschen in der Euro-Zone ohne Job. Quelle: dpa
Im Juli waren 18 Millionen Menschen in der Euro-Zone ohne Job. Quelle: dpa

Luxemburg/NürnbergDie Wirtschaftskrise bremst den Arbeitsmarkt aus: Im Juli hat die Zahl der Arbeitslosen in den 17 Euro-Ländern einen neuen Negativrekord erreicht. 18 Millionen Menschen waren ohne Job, das entspricht einer Quote von 11,3 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Das waren 88.000 Arbeitslose mehr als noch im Juni und gut zwei Millionen mehr als vor einem Jahr. Vor allem in den Euro-Krisenländern wächst die Arbeitslosigkeit weiter rasant. Spanien, wo inzwischen jeder vierte ohne Arbeit ist, und Griechenland meldeten die höchsten Arbeitslosenquoten und die stärksten Zuwächse.

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Auch Deutschland konnte sich dem Trend nicht ganz entziehen. Hierzulande waren im August 2,905 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mitteilte.

Europa-Konjunktur

Dies ist zwar die niedrigste August-Arbeitslosigkeit seit 21 Jahren. Trotzdem fiel der Anstieg im Vergleich zum Vormonat mit 29.000 deutlich stärker als sonst im August üblich. In den zurückliegenden Boom-Jahren hatte die August-Arbeitslosigkeit meist stagniert oder war sogar leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell unverändert bei 6,8 Prozent - nach 7,0 Prozent im Vorjahr.

Zugleich ist der Vorjahresabstand im August weiter geschrumpft: Inzwischen sind bei den Arbeitsagenturen nur noch 40.000 Erwerbslose weniger registriert als vor einem Jahr. Noch im Vorjahr hatte die Differenz zeitweise bei bis zu 350.000 gelegen. Als Hinweis auf die zunehmend geringere Schubkraft der Konjunktur werten Fachleute auch den inzwischen vierten Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl in Folge; im August wäre die Zahl ohne jahreszeitliche Sondereffekte zusätzlich um 9.000 Erwerbslose gestiegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, räumte am Donnerstag ein: „Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt lässt nach; es ist jetzt eine Seitwärtsbewegung zu erwarten. Im Vergleich zu unseren Nachbarn ist die Entwicklung trotzdem noch gut. Es ist aber nicht die Entwicklung, die wir uns wünschen“. Hier zeige sich inzwischen das geringere Wachstum der deutschen Wirtschaft.

Eine Trendwende sieht er auf dem deutschen Arbeitsmarkt dennoch nicht. „Die gute Entwicklung verliert nur an Dynamik“. Von den drei Faktoren, die Messlatte für eine Trendwende seien, entwickele sich ein Faktor davon weiter positiv: Die Zahl der Erwerbstätigen.

  • 31.08.2012, 11:38 Uhrgeorge.orwell

    EKLATANTES VERSAGEN der europäischen Politelite

    Würde die europäische Politelite die Interessen Europas vertreten, anstatt die gewisser internationaler Gruppen, wäre das vermeidbar.

    Was soll beispielsweise die Politik der völlig offenen Märkte? Das ist wirtschaftlicher Selbstmord. Die Vorteile kurzfristig besserer Verkäufe werden mittel und langfristig bei weitem überkompensiert die exorbitante wirtschaftliche Nachteile. Die USA sind so desindustrialisiert worden, Europa wird es genauso gehen.

    Was ist mit dem Schutz deutscher Patente zB in China? Die Chinesen bauen eine aus D gelieferte Maschine in Tagen nach. Wo sind die politischen Gegenmaßnahmen?

    Es ist hoffungslos .... mit dieser "Elite" wird Europa untergehen.

    Wenn die Menschen in Europa nicht ihre wirklichen Feinde erkennen - in den eigenen Parlamenten - wird das das Ende des europäischen Traums.

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