
TokioUngeachtet des Kursrutsches an der Tokioter Börse sieht Japans Wirtschaftsminister Akira Amari die zweitgrößte Volkswirtschaft Asiens weiter auf Erholungskurs. Die Verluste des Leitindexes Nikkei und des breiter gefassten Topix am Donnerstag seien die Folge von Gewinnmitnahmen nach dem Höhenflug der vergangenen Tage, sagte Amari. Es sei auch normal, dass sich der Yen als Reaktion auf Verluste am Aktienmarkt verteuere, ergänzte der Minister.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus China hatten den Nikkei und Topix am Donnerstag um etwa sieben Prozent gedrückt. Der Nikkei war zuvor im Handelsverlauf noch auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren geklettert.
Amaris Stellvertreter Shunichi Yamaguchi sagte, die Regierung behalte die Märkte im Blick. Zudem verwies er auf Äußerungen des Notenbankchefs Haruhiko Kuroda vom Mittwoch. Dieser hatte erklärt, die Bank von Japan sei zu weiteren Schritten bereit, um auf Schwankungen am Anleihenmarkt zu reagieren. Massive Staatsanleihenkäufe der Zentralbank hatten am Markt zuletzt Turbulenzen ausgelöst. Derzeit kauft die Notenbank etwa 70 Prozent aller von der Regierung ausgegebenen Anleihen an.
Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.
Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.
Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.
Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.
Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.
Die Politik von Ministerpräsident Shinzo Abe, die Wirtschaft mit massiven Geldspritzen der Notenbank sowie staatlicher Unterstützung in Schwung zu bringen, hat die Stimmung in der Wirtschaft verbessert. Der schwächere Yen stoppte zudem den Rückgang der Ausfuhren. Stark vom Export abhängige Unternehmen wie Toyota verdienten zuletzt deutlich mehr.

Jaja, am besten den Bürgern gleich das drucken von Geld erlauben, dann ist nämlich jeder reich und allen gehts gut, gell? Jaja
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