Wirtschaftswachstum 2015
China erwartet sieben Prozent Wachstum

Die Zeichen für eine Abkühlung der chinesischen Konjunktur verdichten sich. Bei einem Besuch in Chile betont Ministerpräsident Li aber, dass die chinesische Wirtschaft an Schwung gewinne.
  • 2

SantiagoChina erwartet für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent. Das wäre der schwächste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft. Die bisherigen Konjunkturdaten hatte zuletzt bereits eine für chinesische Verhältnisse bescheidene Entwicklung angedeutet und die Frage aufkommen lassen, ob das Wachstum sogar noch geringer ausfallen könnte. An den Finanzmärkten wird dies mit Spannung verfolgt.

Ministerpräsident Li Keqiang nannte die sieben Prozent am Montag am Rande eines Besuchs in Chile. Er fügte aber hinzu, Konjunktur-Daten vom April und vom Mai hätten gezeigt, dass die chinesische Wirtschaft an Schwung gewinne. Im März hatte Li gesagt, China werde sein Ziel von sieben Prozent Wachstum nur schwer erreichen können. Notfalls werde man aber durch gezielte Schritte verhindern, dass sich der Zuwachs zu stark verlangsame.

2014 hatte sich das Wirtschaftswachstum auf 7,4 Prozent abgekühlt. Das war das geringste Plus seit 24 Jahren. Danach hatten sich die Anzeichen für eine noch weitere Abkühlung der Konjunktur gemehrt. So legten die Investitionen in Maschinen, Gebäude, Grundstücke und andere Sachanlagen von Januar bis April mit zwölf Prozent so wenig zu wie seit fast 15 Jahren nicht mehr. Die Industrieproduktion wuchs im April zum Vorjahr um 5,9 Prozent und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Zuletzt hatte die Notenbank zum dritten Mal binnen sechs Monaten die Zinsen gesenkt, um die Konjunktur anzuschieben. Die Wirtschaft leidet unter anderem unter einer sinkenden Nachfrage im Inland sowie im Export-Bereich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wirtschaftswachstum 2015: China erwartet sieben Prozent Wachstum"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Heute, 26. Mai 2015, wurden die neuesten Zahlen der G 7 Staaten und der G 20 für 2014 von destatis veröffentlicht.

    Diese Zahlen werde ich ab heute bei allen Vergleichen von Wirtschaftsdaten voraussetzen. Das bedeutet zugleich, dass ich ältere Zahlen und Vergleiche nicht mehr akzeptiere. Die lasse ich mir nicht mehr gefallen! Was hat das nun mit China zu tun? China gehört nicht zu den G 7, obwohl China 2014 in internationalen Dollar (kaufkraftbereinigte Vergleichswährung aller Staaten der Erde) die höchste Wirtschaftsleistung einschließlich der USA erbracht hat. Bei unterstellten Wachstumsraten von 7 % in China und 2,4 % in den USA, wächst der Abstand von Jahr zu Jahr. Bereits 2020 hat die Wirtschaft Chinas einen Vorsprung vor den USA von 24 Prozent oder 6.400 Milliarden internationale Dollar. Wenn nun allein die Energieverschwendung in den USA herausgerechnet wird, ist der Abstand noch größer. Das ist besonders Interessant für Vergleiche mit Deutschland. Schon wegen der Energieeffizienz ist der USA Vergleich falsch! Brutto nicht mit netto verwechseln. (Siehe destatis "G 7 in Zahlen")

  • Sollte China ein Wachstum von 7 Prozent auch nur 8 Jahre durchhalten, dann ist China die erste Wirtschaftsmacht der Erde. nach 25 Jahren, also 2039 wäre das BIP 5,4 mal so hoch wie 2014. Da waren es auch schon 14.241 Milliarden Dollar in Kaufkraftparität. Das chinesische BIP wäre 2064 schon 10,8 mal so hoch wie 2014, oder doppelt so hoch, wie das der ganzen Menschheit. Wollt ihr Prozentfetischisten das? Das Wachstum in China muss sukzessive weiter sinken und in den nächsten 50 Jahren unter drei Prozent fallen. Danach muss das Wachstum bis 2099 auf maximal ein Prozent sinken., sonst müsst ihr euch eine andere Erde suchen, weil diese solches Wachstum nicht ertragen kann. Das gilt für alle Staaten dieser Erde, auch für Indien. Werdet ihr das niemals lernen? Das "niedrigste" Wachstum seit 24 Jahren macht große Sorgen in der übrigen Welt. Die wachsende militärische Stärke und die gesteigerte Aggessivität macht wohl überhaupt keine Sorgen, oder? So viel Bewusstseinsspaltung muss man aushalten können. Na dann liebe Freunde! In spätestens zehn Jahren ist China die erste Wirtschaftsmacht, die erste Militärmacht usw. Die erste Umweltzerstörungsmacht ist China heute schon. Alles Superlative für die Medien, die ohne diese nicht existieren können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%