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Wirtschaftswachstum: Bundesregierung senkt Prognose für 2013

Nach den Forschungsinstituten korrigiert nun offenbar auch die Bundesregierung ihre Wachstumserwartungen nach unten. Statt 1,6 Prozent soll die Wirtschaft im kommenden Jahr lediglich um ein Prozent zulegen.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird 2013 voraussichtlich nicht so stark steigen wie bisher erwartet. Quelle: dapd
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird 2013 voraussichtlich nicht so stark steigen wie bisher erwartet. Quelle: dapd

Frankfurt/DüsseldorfDie Wachstumserwartungen für das kommende Jahr brechen ein. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für die deutsche Konjunktur bereits halbiert, nun schraubt offenbar auch die Bundesregierung ihre Erwartungen deutlich zurück. Für 2013 rechne Berlin nur noch mit einem Wachstum von rund einem Prozent, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreise. Im Mai hatte die Regierung noch mit einer Steigerung um 1,6 Prozent im kommenden Jahr gerechnet.

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Etwas besser fällt dagegen die Einschätzung des Wachstums im laufenden Jahr aus, wie aus dem Zeitungsbericht hervorgeht. Demnach rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von rund einem Prozent im Gesamtjahr 2012, das wäre etwas mehr als der Wert von 0,7 Prozent, den sie im Mai angenommen hatte.

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Die Regierung folgte damit den Annahmen der führenden deutschen Wirtschaftsforscher und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die deutschen Ökonomen prognostizierten in ihrem Herbstgutachten für Deutschland am Donnerstag ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent in diesem und von 1,0 Prozent im nächsten Jahr. Im Frühjahr waren die Institute noch von einem Plus von 0,9 Prozent 2012 und 2,0 Prozent 2013 ausgegangen. Der IWF rechnet in diesem und im nächsten Jahr mit einem Plus von 0,9 Prozent.

Die genauen Werte der Regierungsprognose werden erst am kommenden Mittwoch bekanntgegeben. Sie werden kurz vorher vom Bundeswirtschaftsministerium festgelegt. In der vorangehenden Abstimmung zwischen den Ministerien sprechen die Experten nur über auf Viertelprozentpunkte gerundete Werte.

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Unterdessen gab das Statistische Bundesamt am Freitag bekannt, dass die Zahl der Firmenpleiten im Juli gestiegen sei. Die Amtsgerichte meldeten mit 2.580 Anträgen wegen Zahlungsunfähigkeit einen Anstieg von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen von Januar bis Juli lag allerdings trotz der jüngsten Steigerung mit 17.356 noch 2,2 Prozent unter der Zahl im Vorjahreszeitraum.

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Auch bei Privatleuten nahm die Zahl der Insolvenzen im Juli zu. Sie stieg im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 8.960 Fälle. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger waren mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro im Juli 2012 deutlich höher als im Vorjahresmonat. Damals waren es 2,2 Milliarden Euro.

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