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Wirtschaftsweise Di Mauro: Stagnation im Welthandel könnte Deutschland hart treffen

Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro sieht große Risiken für die deutsche Wirtschaft. Sollten die Regierungschefs die Krise nicht schnell in den Griff bekommen, sei auch eine Rezession nicht ausgeschlossen.

Mitarbeiter montieren im BMW-Werk in Leipzig einen 1er BMW. Quelle: dpa
Mitarbeiter montieren im BMW-Werk in Leipzig einen 1er BMW. Quelle: dpa

BerlinDie Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro schließt einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr nicht aus. Wenn die europäische Schuldenkrise eine Stagnation im Welthandel auslöse, dann „ist auch ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,5 Prozent möglich“, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats der „Bild-Zeitung“. Dann seien Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

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Auch im günstigen Fall einer schnellen Lösung der Krise ist Di Mauro pessimistischer als viele ihrer Kollegen. Unter dieser Voraussetzung könne die deutsche Wirtschaft im nächsten Jahr „um rund 0,4 Prozent wachsen“, sagte sie dem Blatt.

Der Sachverständigenrat geht nach den Worten seines Vorsitzenden Wolfgang Franz derzeit von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozent im kommenden Jahr aus. Damit fiele das Wachstum nur etwa halb so stark aus wie noch im November von den fünf Experten vorhergesagt, die die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen beraten. Branchenverbände, Regierung und die meisten Experten rechnen nicht mit einer Rezession, solange die Schuldenkrise nicht eskaliert.

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Dessen ungeachtet hält der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gert G. Wagner, 2012 Lohnerhöhungen von durchschnittlich drei Prozent für angemessen. Maßstab sei die mittelfristige Produktivitätsentwicklung plus mittelfristige Inflation, sagte Wagner den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“. Allein die Inflationsrate werde 2012 knapp zwei Prozent betragen. Gemessen daran könne sich die deutsche Wirtschaft im Schnitt sicherlich dreiprozentige Lohnerhöhungen leisten.

Lohnerhöhungen in Deutschland seien auch ein Beitrag zur Stabilität der Euro-Zone, sagte Wagner. Deutschland erwirtschafte mit seiner Niedriglohnpolitik seit Jahren einen hohen Außenhandelsüberschuss und bringt andere Länder in ein Defizit. „Höhere Löhne sind ein Beitrag zum Abbau des deutschen Exportüberschusses“, sagte Wagner.

Basisdaten Deutschland

Quelle: Information Research

  • 29.12.2011, 19:03 Uhrhardy

    "Man muss Realist bleiben."

    ... und wer hört schon auf Wirtschaftwaisen?

  • 29.12.2011, 09:36 UhrAnonymer Benutzer: Geduldiger

    Der Verwaltungsapparat übt sich doch fleissig in Selbstbeschäftigung: Klimarettungsaktionen, CO2-Verschmutzungsrechtehandel, Plakettenverkauf und Kontrolle, Erfinden neuer Steuern und Abgaben, Kontrolle der Kontrolleure uvm.
    Erst wenn Vernunft einkehrt, womit ich nicht rechne, oder ein Zusammenbruch, was wahrscheinlicher ist, wird sich etwas ändern.
    Bis dahin müssen wir uns in Geduld üben.

  • 29.12.2011, 09:36 UhrAnonymer Benutzer: Geduldiger

    Der Verwaltungsapparat übt sich doch fleissig in Selbstbeschäftigung: Klimarettungsaktionen, CO2-Verschmutzungsrechtehandel, Plakettenverkauf und Kontrolle, Erfinden neuer Steuern und Abgaben, Kontrolle der Kontrolleure uvm.
    Erst wenn Vernunft einkehrt, womit ich nicht rechne, oder ein Zusammenbruch, was wahrscheinlicher ist, wird sich etwas ändern.
    Bis dahin müssen wir uns in Geduld üben.

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