Wirtschaftsweiser: Wolfgang Franz warnt vor Einmischung der EZB

Wirtschaftsweiser
Wolfgang Franz warnt vor Einmischung der EZB

Die deutsche Konjunkturentwicklung beurteilt der Chef der Wirtschaftsweisen optimistisch. Allerdings, so Wolfgang Frank, verdanke Deutschland das einem gefährlichen Umstand.
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FrankfurtDer Chef des Sachverständigenrates, Wolfgang Franz, traut dem deutschen Arbeitsmarkt eine Fortsetzung seiner positiven Entwicklung im kommenden Jahr zu. Auch für die deutsche Gesamtwirtschaft ist der Chef der Wirtschaftsweisen, der auch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung leitet, zuversichtlich – trotz der aktuellen Wachstumsschwäche: „Deutschland dürfte vermutlich an einer Rezession vorbeischrammen“, sagte Franz dem Handelsblatt.

Die Krise in Europa ist laut Franz allerdings „keinesfalls überstanden“. Die Situation habe sich zwar im Vergleich zur Jahresmitte entspannt. „Das verdanken wir allerdings einem Umstand, vor dem ich nur dringend warnen kann: Die Europäische Zentralbank mischt sich in die Staatsfinanzierung ein“, kritisierte Franz.

Das „schwerwiegendste Problem“ sieht Franz in Europa in der hohen Jugendarbeitslosigkeit, insbesondere in Spanien und Griechenland. „Jugendarbeitslosigkeit ist keine Wunde, die schnell verheilt“, sagte der Arbeitsmarktexperte. Im Gegenteil, sie hinterlasse eine hässliche Narbe, die das gesamte Erwerbsleben in Form geringerer Job- und Einkommenschancen sichtbar bleibe.

Andere europäische Länder wie Deutschland sollten sich solidarisch zeigen, forderte Franz: „Beispielsweise können die deutschen Unternehmen als Vorbild dienen mit ihrer sehr erfolgreichen dualen Berufsausbildung.“

Das gesamte Wortlauft-Interview erscheint in der Dienstagsausgabe des Handelsblatts und ist ab 06:00 Uhr im Handelsblatt-Shop zum kostenpflichtigen Download erhältlich.

Kommentare zu "Wolfgang Franz warnt vor Einmischung der EZB"

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  • Ich sehe den Dax nächstes Jahr bei 5000, Gold bei 1000 und irgendeine Blume auf einer Wiese wird wohl blühen.

    Träum weiter Franz und geh´in Rente

  • Herr " Wolfgang Franz" betreibt hier Verdummung mit "Reputation im Rücken" dadurch das er den Titel "Wirtschaftwaiser" inne hat.

    Zu erst mal sollte man nur bezahlte Ware ausliefern (Targert2 = unbezahlte Ware, Dollar = unbezahlte Ware). Also das was wir als Dummdödel der Welt haben ist eines. Wir arbeiten zu einem großen Teil ohne dafür bezahlt zu werden. Na das ist doch gut. Einen besseren Wettbewerbsvorteil gibt es nicht. Wenn wir unsere Waren verschenken dann sind wir Konkurenzlos. An Dummheit!

    Vom Geldsystem hat Herr "Wolfgang Franz" noch nichts gehört? Ich glaube nicht. Ich denke er weiß sehr genau das das Geldsystem am kollabieren ist und das die EZB deswegen eingreifen muss. Allein schon damit Griechenland im Euro gezwungen wird um das Elitenprojekt EU nicht zu gefährden.

    Deutschland soll sich solidarisch zeigen. MEIN GOTT. Wer glaubt denn so einen Unsinn immer noch? Es sollte doch inzwischen jeder Dumme wissen das das Geld was angeblich für die Rettung von Euroländern ausgegeben wird in die Hälse des Großkapitals fließt.

    Man könnte annehzmen das Herr "Wolfgang Franz" tatsächlich ein Vollweise im Geiste ist. Verlassen von jedwegem Verstand.

    Es gibt nur eine Lösung für das Problem. Die Vernunft.

  • "Spätestens nach einem Jahr wird es einen Megareichen geben, der mit jeder Runde reicher wird. Ihm wird alles gehören. Die anderen werden keinen Spass mehr am Spiel haben, sie werden Zug für Zug abkassiert und rutschen immer weiter in die Miesen"

    der Ansatz ist so gut wie simpel - und braucht auch kein Jahr Spielzeit (und auch keinen weiteren Zins. Evtl. den Zusatz: "und wenn Du stirbst, erben Deine Nachkommen Deine Position")

    Diese Ungleichverteilung des Produktivkapitals herrscht natürlich in allenkapitalistischen Staaten - und alle sind dieser Ursache zufolge hoch verschuldet. Ohne "Anschreibenlassen" wäre das "Spiel" längst vorbei.

    Erbschaftsmasse deckeln -> Kapitalerträge zu BGE (welches sich dann über die Leistung des Volkes selbst reguliert), und wir brauchen uns keine Exporte mehr selbst finanzieren. (rein Volkswirtschaftlich betrachtet. Daß jene, die über die Staatsverschuldung für die Finanzierung bluten - und jene, die über die Exporte abkassieren, zwei Paar Schuhe sind, ist eben auch der Ungleichverteilung geschuldet...
    ... und setzt dem ganzen noch die Krone auf.)

  • Die zurecht kritisierte Einmischung der EZB ist laut vorherschender politischer Meinung alternativlos. Natürlich gibt es dennoch eine Alternative, aber die würde den Abschied von Euro und EU-Wasserkopf bedeuten. Und damit wären Geld und Macht der Eliten infrage gestellt.

    Wer die derzeitige Lage Europas nicht versteht muss einfach nur mit vielen (noch) guten Freunden Monopoly spielen. Mit ein paar speziellen Regeln: Das Spiel dauert (mit Pausen) ein Jahr. Wer kein Geld mehr hat MUSS weiterspielen, erst sein Hab und Gut veräussern, und sich wenn er nichts mehr hat, Geld gegen Zinsen leihen. Pro Runde muss ein Zins vereinbart werden, selbst wenn der nur bei 1% liegt. Spätestens nach einem Jahr wird es einen Megareichen geben, der mit jeder Runde reicher wird. Ihm wird alles gehören. Die anderen werden keinen Spass mehr am Spiel haben, sie werden Zug für Zug abkassiert und rutschen immer weiter in die Miesen. Wie das Verhältnis zwischen den ehemaligen Freunden dann aussieht kann man sich denken.

    Auf die Realität bezogen kann es demnach kein friedliches Ende der Euro-Zone geben.

  • Die europäische Schuldenkrise ist doppelt so schlimm, wie die Finanzkrise. Europäische Banken hatten Ende 2011 doppelt so viel faule Kredite von Verbrauchern, Häuslebauern und Unternehmern in ihren Bilanzen wie Ende 2008.

    Das Volumen aller bisherigen "Rettungsmaßnahmen" beträgt unglaubliche 1,84 Bio. Euro!!!


    Allein 145 Mrd Euro stehen heute noch bei der Hypo Real Estate im Feuer.

    Das Problem der europäischen Schuldenkrise ist der Euro!!!
    Unser Problem sind unsere Politiker, welche sich gar nicht schnell genug beeilen können, deutsches Steuergeld in fremden Ländern zu versenken um damit die Banken zu bezahlen. Unsere Politiker brechen alle Verträge, um der Systemkrise nicht in's Auge schauen zu müssen.

    Da Schäuble im Nov. 2011 der New York Times ein Interview gab, welches folgenden Satz beinhaltete: "we can only achieve a political union if we have a crisis", muss man davon ausgehen, dass unsere Politiker vorsätzlich handeln um ihren Wunsch- und unseren finanziellen Albtraum der Vereinigten Pleitestaaten Europas wahr werden zu lassen.

    Der Euro ist doch schon tot. Da kann die EZB den Invaliden nur noch etwas länger am Leben erhalten.

  • Diese Europapolitik hat bereits ein Stadium erreicht, wo man vor nichts mehr warnen muss bzw. wo das Warnen bereits viel zu spät kommt.
    Die durch politische Fehlentscheidungen verursachte Zerstörung eines stabilen Europas, aufgebaut auf Schulden zur EURO-Rettung, ist bereits zu weit fortgeschritten um einen sozialen und wirtschaftlichen Kollaps Europas noch zu verhindern.

  • Das ist etwas widersprüchlich. Nur durch den Eingriff der EZB konnte man noch etwas Zeit schinden. Die wird aber wieder nur zum weiteren Schuldenaufbau genutzt. Für einen nachhaltigen Aufschwung müsste erst einmal kräftig bereinigt werden. Der Aufkauf von Ramschanleihen durch die EZB ist da der falsche Ansatz.

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