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ZEW-Index bricht ein: Börsenprofis erwarten Konjunktur-Rückschlag

Im Frühjahrsquartal hatte die deutsche Wirtschaft überraschend kräftig zugelegt. Jetzt kommt der Dämpfer: Trotz des Super-Aufschwungs schauen Börsenprofis skeptisch in die Zukunft. Das ZEW-Barometer für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten sank im August überraschend deutlich auf 14 Punkte von 21,2 Zählern im Vormonat, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mit.

Düstere Wolken ziehen am deutschen Konjunkturhimmel auf. Quelle: dpa
Düstere Wolken ziehen am deutschen Konjunkturhimmel auf. Quelle: dpa

HB MANNHEIM. Es war der vierte Rückgang in Folge. Das Barometer notiert zudem so niedrig wie seit April 2009 nicht mehr. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel mit einem leichten Rückgang auf 21,0 Punkte gerechnet.

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„Der Rückgang des Indikators deutet nun darauf hin, dass das enorme Wachstum des zweiten Quartals nicht aufrecht erhalten werden kann“, sagte der Wirtschaftsweise und ZEW-Präsident Wolfgang Franz. „Auf Grund der deutschen Exportabhängigkeit geht das größte Risiko für die Konjunktur von einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wichtiger Außenhandelspartner, wie etwa den anderen Euroländern und den USA, aus.“

Die Lage bewerteten die Investoren und Analysten dagegen wie in den vergangenen 15 Monaten besser. Dieses Barometer kletterte um 29,7 auf 44,3 Punkte. Experten hatten hier einen Anstieg auf 23 Zähler vorausgesagt.

Im Frühjahrsquartal hatte die deutsche Wirtschaft überraschend kräftig zugelegt: Das Wachstum von 2,2 Prozent zum Winter war das stärkste seit rund zwei Jahrzehnten. Ökonomen rechnen nun für das Gesamtjahr 2010 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von drei Prozent und mehr. Als unstrittig unter Experten gilt allerdings, dass sich die Konjunkturdynamik mit Auslaufen der weltweiten Staatshilfen abkühlt. Das dürfte auch die exportlastige deutsche Wirtschaft zu spüren bekommen.

  • 17.08.2010, 21:19 UhrAnonymer Benutzer: Hohenmeiss

    Nun sind diese Zahlenspiele mit "Wachstum" im Grunde ziemlich undurchsichtigt.
    Wenn man im Vorjahrsquartal in absoluten Zahlen ein Minus von 3,7 Prozent eingefahren hat...wiederum im Vergleich zum Vorjahrsquartal....und jetzt mit 3,2 Prozent wächst....ja wo stehen wir denn dann?
    bringt es denn kein Wirtschaftsjournalist auf die Reihe das Ganze mal auf den Punkt zu bringen!

    Man nehme doch mal die absoluten Zahlen!

    Der Exportvizeweltmeister erstattet seinen Exporteuren die Mehrwehrtsteuer zurück.
    Den Preis für die Produkte bestimmt der Hersteller und damit auch den betrag für die Mehrwertsteuer.
    Also braucht man echte und unechte Abnehmer im Ausland.
    Woher dann die höheren Steuereinnahmen kommen sollen, ist ein vollkommenes Rätsel.
    Der Export wird zunächst vom Staat über die Mehrwertsteuerrückerstattung subventioniert.
    Das Abschreibungspotential für die kleinen Penner und Looser, wie zum beispiel Opel, ist der reine Griff in die Staatskasse....wir haben das ja schon bei Mannesmann gesehen....aber das begreift ja keiner.
    Die Exportindustrie lässt sich vom Staat ölen, bevor sie dann mit ein paar Steuern rüberkommt.
    Diese Zustände sind für eine bürgerliche Regierung eigentlich untragbar.
    Das Problem ist nur, dass sie es garnicht begreifen.
    Sie begreifen nicht was läuft und schon garnicht wie es läuft.
    Also labern wir weiter über "Wachstum" und fühlen uns gut, wenn es steigt.

    Die schwäbische Hausfrau

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