Nachrichten

_

ZEW-Index fällt: Finanzexperten befürchten schrumpfende Wirtschaft

Die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft werden immer pessimistischer. Nach der Intervention von EZB-Chef Draghi hatten Finanzexperten Hoffnung geschöpft. Doch nun hat sich ihr Ausblick eingetrübt.

Der Autoabsatz läuft schleppend. Hier das Autoterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa
Der Autoabsatz läuft schleppend. Hier das Autoterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa

Berlin/MannheimBörsenprofis blicken wieder mit mehr Sorge auf die deutsche Wirtschaft. Das ZEW-Barometer für die Entwicklung der Konjunktur in den kommenden sechs Monaten fiel im November überraschend um 4,2 auf minus 15,7 Punkte. Das ist der erste Rückgang nach zuvor zwei Anstiegen in Folge, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 263 Anlegern und Analysten mit.

Anzeige

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt eine Verbesserung auf minus 9,8 Punkte erwartet. "Die im Euro-Raum vorherrschenden rezessiven Entwicklungen strahlen über den Außenhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft aus", sagte ZEW-Chef Wolfgang Franz. "Dies dürfte die Konjunktur in Deutschland in den nächsten sechs Monaten belasten."

Auch die Lage bewerteten die Experten schlechter als im Vormonat: Dieses Barometer fiel um 4,6 auf 5,4 Punkte. Ökonomen hatten plus 8,0 Zähler vorausgesagt. Zuletzt hat sich das Konjunkturbild deutlich eingetrübt: Industrieaufträge, Produktion und Exporten waren überraschend deutlich gefallen.

"Die Marktstabilisierung der vergangenen Monate wirkt sich leider nicht auf die Stimmungsindikatoren aus," sagte Uwe Angenendt, Analyst von der BHF Bank. Das ZEW-Barometer sei ein weiteres Indiz dafür. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den Wintermonaten in die Rezession rutschen, ist gestiegen," sagte er

Auch Ulrich Wortberg von der Helaba wertet den Rückgang als schlechtes Zeichen. "Die Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten ist gefallen, was in Anbetracht der ebenfalls gesunkenen Lagebeurteilung überrascht und negativ zu beurteilen ist. Bezüglich der deutschen Konjunkturentwicklung kann keine Entwarnung gegeben werden. Die Indikation für den Ifo-Geschäftsklimaindex ist in der Summe negativ."

Rangliste Die stärksten Wirtschaften der Welt

  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt
  • Rangliste: Die stärksten Wirtschaften der Welt

  • 13.11.2012, 17:18 UhrFrank3

    GELDSELBSTZWECKGELD

  • 13.11.2012, 17:13 UhrFrank3

    GELDSELBSZZWECKGELD GEGEN KAUFKRAFT , das SPIEL und NICHT MENSCH WERDEN LASSEN MASSE .

    Wer NUR GEGEN RECHTE oder LINKE KÄMPFT , KÄMPFT NICHT GEGEN URSACHE und VERSCHWENDET LEBENSZEIT .
    Frank Frädrich

  • 13.11.2012, 13:13 UhrJoker1

    @sailing
    ganz Ihrer Meinung!
    Wer nicht zahlt kann nichts bekommen, oder ?
    Die Deutschen Exporteure haben auf Kosten des Deutschen
    Steuerzahlers geliefert und über viele Jahre prächtig
    verdient.

    Hinzu kommt unsere kriminelle Polit- und Banksterkaste.
    Sage nur und das zum tausendsten male:
    Euroeinführung-Kurs: 1:1.95583 = halbierung der Deutschen
    Einkommen und Vermögen, wohlgemerkt, die des sog. "kleinen
    Bürgers". Die genannten Kasten und die erwähnten Lieferanten und Händler konnten ihre Einkommen unmittelbar
    anpassen und massiv erhöhen.
    Die hoch kriminelle Politikerkaste passt Ihre Einkommen
    regelmäßig an durch sog. Aufwandsentschädigen usw.
    Die Pensionen dieser Plage, die völlig überhöht sind, sind
    nicht gedeckt. Teilweise vererben diese verkommenen Subjekte Ihre Altersansprüche an junge Gespiellingen weiter. Das alte Rom war ehrlicher und transparenter als
    diese sog. Demokratie. Mittlerweile wird der Souverän von
    diesen abgehobenen Faulenzern als Pöbel bezeichnet.
    Macht weiter so, in nicht allzuferner Zukunft werden diese
    "Spielchen" ein Ende haben. Manchen dieser Kaputten sind
    sowieso nur noch ein biologisches Problem; der Rest sollte
    uns verlassen, schnellstens und ohne große Spuren zu
    hinterlassen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Kritik aus den eigenen Reihen: CDU-Politiker stellt Maut infrage

CDU-Politiker stellt Maut infrage

Bundesverkehrsminister Dobrindt bekommt bei seinen Mautplänen auch aus den eigenen Reihen heftigen Gegenwind. Der frühere NRW-Verkehrsminister Wittke warnt davor, die Abgabe als Steuer vorzuschlagen.

+++Liveblog+++: Niederlande leiten Untersuchung zur Absturzursache

Niederlande leiten Untersuchung zur Absturzursache

Rund um die Absturzstelle der Boeing 777 schweigen die Waffen. In Brüssel beraten die EU-Außenminister über weitere Sanktionen gegen Russland. Doch heute sollen die nicht verhängt werden – lediglich ausgelotet.

Ausbildungsförderung: Bund und Länder streiten wegen Bafög-Millionen

Bund und Länder streiten wegen Bafög-Millionen

Die milliardenschwere Einigung von Bund und Ländern zur künftigen Bafög-Finanzierung droht zu platzen. Denn die Gelder würden nicht wie vereinbart verwendet, beschwert sich Bildungsministerin Johanna Wanka.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International