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ZEW-Index sinkt: Deutschland droht eine „Wellblechkonjunktur“

Die Stimmung der Analysten in Deutschland hat sich im Februar erneut verschlechtert – und für einen Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen gesorgt. Die schwache deutsche Wirtschaftsleistung am Jahresende und die Sorgen um die europäischen Peripheriestaaten dämpften die Laune.

Die Konjunkturlaune hat sich eingetrübt. Quelle: ap
Die Konjunkturlaune hat sich eingetrübt. Quelle: ap

HB BERLIN. Börsenprofis trauen der deutschen Wirtschaft im kommenden halben Jahr keinen kräftigen Aufschwung zu. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fielen im Februar auf 45,1 Punkte von 47,2 im Vormonat, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Nach dem fünften Rückgang in Folge liegt das Barometer auf dem niedrigsten Wert seit Juli 2009. „Zwar haben wir bei der Wirtschaftskrise das Schlimmste hinter uns, aber die Sorgen über die Arbeitsmarktentwicklung, Staatsverschuldung und den Euro sind nicht geringer geworden“, sagte Franz. „Möglicherweise steht uns eine Wellblechkonjunktur bevor.“

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Die 278 befragten Analysten und Anleger sagen vor allem für Konsum, Handel und Autoindustrie schwere Zeiten voraus. Auch die Aussichten für die exportabhängige Stahlindustrie und die Chemiebranche bewerteten sie pessimistischer. „Die Erwartungen dümpeln vor sich hin, allerdings auf ansehnlichem Niveau“, sagte Franz. Die aktuelle Situation wurde dagegen etwas besser beurteilt als im Vormonat: Der Lageindex stieg um 1,8 auf minus 54,8 Punkte.

Die deutsche Wirtschaft stagnierte bereits im Schlussquartal 2009 trotz steigender Exporte, weil die Unternehmen weniger investierten und die Verbraucher ihre Konsumausgaben einschränkten. Der Jahresauftakt dürfte auch wegen des strengen Winters nicht besser laufen. „Vor dem Hintergrund der unvorteilhaften Wetterbedingungen ist es nicht ausgeschlossen, dass das Bruttoinlandsprodukt sich im ersten Quartal seitwärts bewegt oder sogar zurückgeht“, sagte Bundesbankpräsident Axel Weber kürzlich zu Reuters. Ein Rückfall in die Rezession sei aber nicht zu befürchten, sagte ZEW-Experte Peter Westerheide.

Das sehen Analysten ähnlich. „Den Analysten schlagen die schlechten Nachrichten der vergangenen Woche auf den Magen - schwache Industrie-Daten, eine straffere Geldpolitik in China und die Griechenland-Krise“, sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Die Erholung sei aber noch nicht zu Ende.

Laut UniCredit hat die deutsche Wirtschaft trotz des abermaligen Rückgangs des ZEW-Index Rückenwind. Hierfür sprächen fundamentale Daten insbesondere aus der Industrie, heißt es in einer Studie. Zudem lägen die Konjunkturerwartungen nach wie vor klar über ihrem langfristigen Durchschnitt. Auch die Stimmung der Unternehmen sei unverändert gut.

Für den Euroraum ergibt sich laut ZEW eine ähnliche Tendenz wie für Deutschland. Die Konjunkturerwartungen sanken um 6,2 Punkte auf 40,2 Punkte. Die Lagebeurteilung stieg leicht um 0,6 Punkte auf minus 62,1 Punkte.

  • 16.02.2010, 15:18 UhrAnonymer Benutzer: Mitu

    @babu

    Und was ist jetzt neu an dieser Erkenntnis?

    ich dachte das ist ein Naturgesetz und läuft seit tausenden von Jahren so.

    Yin/Yang = 5. Jahrhundert v. Chr.

  • 16.02.2010, 14:57 UhrAnonymer Benutzer: oxxo

    man befragt also 278 "leute", was diese glauben wie die zukunft wird, und macht daraus eine zahl OHNE EiNHEiT!

    toll!!!
    das ist einfach lächerlich!!!
    und wir fragen uns was hier schief läuft, in einem land in dem man soetwas "wissenschaft" nennt.

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