Neue Daten
US-Handelsbilanzdefizit geht überraschend zurück

Das US-Handelsbilanzdefizit ist im Juni überraschend zurückgegangen. Neue Daten wurden auch zu den Erzeugerpreisen veröffentlicht. Sie verzeichneten in den USA im Juli angesichts höherer Erdölpreise in der Gesamtrate einen sehr starken Anstieg.

HB WASHINGTON. Das Handelsbilanzdefizit der USA hat im Juni nach vorläufigen Berechnungen 58,14 Mrd US-Dollar betragen und ist damit geringer ausgefallen als erwartet. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Passivsaldo von 61,00 Mrd US-Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag weiter mitteilte, betrug das Defizit im Vormonat revidiert 59,16 Mrd US-Dollar, nachdem vorläufig ein Minus von 60,04 Mrd US-Dollar genannt worden war. Die Daten weisen darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal nach oben revidiert werden könnte.

Die Exporte wiesen den Angaben zufolge im Juni einen Anstieg um 1,5% auf 134,54 (Vormonat revidiert: 132,58) Mrd US-Dollar auf, während die Importe um 0,5% auf 192,68 (191,74) Mrd US-Dollar zulegten. Die Ölimportrechnung stieg im Juni auf 19,58 Mrd US-Dollar, verglichen mit 19,01 Mrd US-Dollar im Mai. Der Durchschnittspreis für ein Barrel Öl kletterte dabei um 1,59 US-Dollar auf 60,95 US-Dollar. Im bilateralen Handel erhöhte sich abermals das US-Defizit gegenüber China und belief sich auf 21,16 Mrd US-Dollar nach minus 20,02 Mrd US-Dollar im Mai.

Gegenüber Japan wurde ein Passivsaldo von 6,28 (Mai: minus 5,93) Mrd US-Dollar verzeichnet, gegenüber den Ländern der Europäischen Union ein Minus von 9,19 (minus 8,82) Mrd US-Dollar. Im Handel mit Deutschland wurde ein US-Defizit in Höhe von 3,35 (minus 3,89) Mrd US-Dollar gemeldet.

Neue Daten wurden auch zu den Erzeugerpreisen veröffentlicht. Sie verzeichneten in den USA im Juli angesichts höherer Erdölpreise in der Gesamtrate einen sehr starken Anstieg. In der Kernrate fiel der Preisdruck allerdings geringer als erwartet aus. Laut US-Arbeitsministerium stiegen die US-Produzentenpreise in der „Headline“-Rate gegenüber dem Vormonat um 0,6%. Für die Kernrate - ohne Nahrungsmittel und Energie - wurde verglichen mit dem Vormonat ein Anstieg um 0,1% ausgewiesen. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg von 0,2% prognostiziert.

Für den Vormonat Juni wurde der zunächst vorläufig gemeldete Rückgang um 0,2% bestätigt, ebenso wie der Anstieg der Kernrate um 0,3%. Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise im Juli um 4,0%, für die Kernrate wurde ein Plus von 2,3% gemeldet, was den höchsten Wert seit September 2005 darstellt.

Die Energiepreise kletterten im Juli auf Monatssicht um 2,5% (Vormonat: minus 1,1%), wobei die Benzinpreise einen Sprung um 3,2% (minus 3,9%) machten. Die Preise für Nahrungsmittel gaben um 0,1% (minus 0,8%) nach, während sich Konsumgüter um 0,7% (minus 0,4%) verteuerten.

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