Neue IWF-Prognose
Ölpreis drückt deutsches Wachstum 2005

Der anhaltend hohe Ölpreis und die Nachwirkungen des Wirbelsturms „Katrina“ dämpfen im kommenden Jahr die Weltkonjunktur. Das prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF). Auch für Deutschland haben die Experten in Washington ihre Prognosen gesenkt.

WASHINGTON. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" heißt es im Weltwirtschaftsausblick des IWF, der am kommenden Mittwoch vorgestellt wird, die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr nur noch um 0,8 Prozent wachsen. Im August war der IWF noch von 1,0 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr sagt der Währungsfonds für Deutschland ein Wachstum von 1,2 Prozent voraus. Im August hatte man noch 1,3 Prozent angenommen.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte dazu am Donnerstagabend, der IWF kehre damit zu dem Wert seines Frühjahrsgutachtens zurück. Da alle Indikatoren auf eine Beschleunigung der wirtschaftlichen Dynamik im zweiten Halbjahr hindeuteten, erwarte die Bundesregierung "für das laufende Jahr ein Wachstum von 1 Prozent."

IWF bleibt bei seiner Welt-Prognose für 2005

Für die Weltwirtschaft wird der IWF nach Informationen des Handelsblatts seine Prognose für 2006 um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent. Für das laufende Jahr bleibt der IWF bei einem Plus in gleicher Größenordnung. „Die globale Konjunktur befindet sich zwar nach wie vor auf einem erfreulichen Wachstumspfad, aber die Abwärtsrisiken haben zugenommen“, sagte ein hochrangiger IWF-Mitarbeiter den Handelsblatt. Ökonomen des renommierten Institute for International Economics (IIE) in Washington befürchten eine noch stärkere Eintrübung der Weltkonjunktur.

Nach Einschätzung des IWF hat „Katrina“ selbst zwar eher „geringfügige Auswirkungen“ auf die US-Wirtschaft. Es besteht aber die Gefahr, dass der Hurrikan eine Reihe von „Zweitrunden-Effekten“ auslöst, warnt der IWF. So könne die Konsumneigung der Amerikaner auf Grund der hohen Benzin- und Heizölpreise abnehmen – das wiederum treffe auch Export-Staaten wie Deutschland. Sollten die Preise auf Grund der angespannten Energiemärkte weiter ansteigen, sei zudem damit zu rechnen, dass die US-Bundesbank ihren Kurs der graduellen Anhebung der Leitzinsen fortsetze. „Das könnte sich als zusätzliche Belastung für die amerikanische Binnenkonjunktur erweisen“, heißt es beim IWF.

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