Neue OECD-Zahlen
Mit Italien geht es rapide bergab

Der Lebensstandard eines durchschnittlichen Italieners hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Neue Daten der Pariser Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen: Das reale durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen Italiens lag im Jahr 2005 vier Prozent unter dem Durchschnitt aller Industrieländer.

ost DÜSSELDORF. Die am Mittwoch veröffentlichten OECD-Zahlen zur Wirtschaftsleistung der Industrieländer berücksichtigen anders als die meisten sonst veröffentlichen Daten die Kaufkraft-Unterschiede in den einzelnen Nationen. Nur solche auf so genannten Kaufkraftparitäten beruhenden Informationen zur Höhe des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eigenen sich für seriöse länderübergreifende Vergleiche von Wohlstand und Wirtschaftskraft.

Lässt man Kaufkraftunterschiede außen vor, ist zum Beispiel das dänische BIP pro Kopf größer als das der USA. Da aber auch das Preisniveau in Dänemark deutlich höher ist als in den Vereinigten Staaten, sind die Dänen in Kaufkraftparitäten gerechnet ärmer als die Amerikaner.

In Deutschland ist das Pro-Kopf-Einkommen im Vergleich zum Durchschnitt der OECD-Staaten zwischen 2002 und 2005 leicht zurückgegangen. Mit 105 nach 108 Prozent geht es uns aber noch immer überdurchschnittlich gut. In anderen wichtigen EU-Ländern wie Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden war die Entwicklung ähnlich. Gegen den Trend entwickelte sich Irland, wo das Pro-Kopf-Einkommen um zwei Prozentpunkte auf 131 Prozent stieg. Auch in den USA nahm der statistische Lebensstandard etwas zu. Dort ist das Pro-Kopf-Einkommen um 44 Prozent höher als im OECD-Durchschnitt.

Osteuropa hinkt dagegen noch deutlich hinterher. Am besten geht es den Tschechen, deren das Pro-Kopf-BIP von 66 auf 70 Prozent des Durchschnitts stieg. In Polen dagegen ist das Pro-Kopf-Einkommen mit 47 Prozent nach 45 Prozent im Jahr 2002 noch nicht einmal halb so groß wie im Durchschnitt der Industrieländer.

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