Neue Wachstumsstaaten Letzte Hoffnung für die Weltkonjunktur

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Die neuen Stars unter den Schwellenländern

Exportquoten von mehr als 80 Prozent – das klingt überzogen, ist es aber nicht. Im industriellen Mittelstand sei das "keine Seltenheit", sagt Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Doch nach wie vor konzentrieren sich viele deutsche Firmen auf den europäischen Markt. Fast 60 Prozent ihrer Exporte verkaufen sie dorthin. Mehr als die Hälfte ihrer ausländischen Direktinvestitionen entfallen auf Europa. Weitere 20 Prozent fließen in die USA, nur acht Prozent dagegen nach Asien.

"Diese Gewichtung wird kaum Bestand haben, denn das Wachstum in Westeuropa wird auf absehbare Zeit begrenzt bleiben, während andere Märkte und Investitionsstandorte stärker in den Fokus rücken", sagt Mair. Die Frage ist nur - wohin?

Diese Frage stellte sich vor elf Jahren schon einmal – die Antwort, die Goldman Sachs damals in einem Bericht gegeben hat, ist bekannt: Brasilien, Russland, Indien und China rückten in den Mittelpunkt, der Begriff BRIC entstand. Seit diesem Jahr gehört Südafrika diesem Kreis an, die Gruppe heißt nun BRICS. Schon 2005 nannte Goldman Sachs weitere aussichtsreiche Märkte, die "Next 11".

Derzeit aber sei die Debatte darüber, welche Länder die attraktivsten Märkte und Standorte der Zukunft sein werden, "relativ unübersichtlich", so Mair. Die breit angelegte Studie, die Prognos im Auftrag des BDI daher erstellt hat, soll das ändern.

Die Autoren haben die Prognosen für die einzelnen Länder aus detaillierten Branchendaten aufgebaut und Statistiken der Vereinten Nationen, der OECD und vieler anderer Institutionen zur wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung ausgewertet. "Für Unternehmen, die in einem Land investieren wollen, sind institutionelle Rahmenbedingungen wie Eigentumsrechte oder die lokale Infrastruktur mindestens genauso wichtig", sagt Prognos-Experte Michael Böhmer. Politische Instabilität kann gute wirtschaftliche Voraussetzungen konterkarieren.

Exportnation Deutschland kann vom Aufschwung profitieren
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17 Kommentare zu "Neue Wachstumsstaaten: Letzte Hoffnung für die Weltkonjunktur "

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  • richtig, die besten Lösungen und Meinungen findet man in den Blogs ...der Medien!
    Und da ruhen sie doch gut......

    Es gibt noch keine konkrete Partei...... und das wäre der Rechtsweg ... die ein ernstzunehmendes Konzept vertritt.
    Die Zeit wo sich die Michels endlich mal auch konstruktiv zusammensetzen, wird kommen wenn die Schmerzgrenze überschritten ist.
    Evtl. Karlsruhe am 08.September die Demo für direkte Demokratie ,bin gespannt ob das auch wieder so lauwarm wird

  • "Brasilien, Russland, China"

    Diese 3... Da lach ich mich krank aber mehr nicht, sorry...

  • Weil die Eu und der Deutsche Idiotenstaat das so verordnet haben und man so nun zu berichten hat.

  • Seit dem Jahr ca. 2000 schon wird in Deutschland im großen politischen- und wirtschaftlichem Stil "Inzucht" betrieben.
    Über Beziehungsschienen, nichttarifäre Handelshemnisse wird die unliebsame Konkurrenz künstlich vom inländischen Markt (noch) ferngehalten, oder (noch) erfolgreich verdrängt. Das wird sich bald bitter rächen, wenn die Inlandsnachfrage nicht schnellstens auf die Exportquote angehoben wird!

  • und übrigens - ich bin sicher, dass es eine lösung für die probleme geben wird, die ohne ihre drastischen vorschläge auskommen wird. die lage ist nämlich bei weitem nicht so aussichtslos, wie so oft beschrieben. es bedarf lediglich endlich kraftvoller massnahmen, um die angst und die spekulation damit einzudämmen. nur leider wird hierbei viel zu viel taktiert, anstatt endlich entschlossen ans werk zu gehen...

  • nun ja - sie schreiben es ja selbst: "Die letzte Hoffung für die Weltkonjunktur und Schaffung neuer Arbeitsplätze sind nicht nur die „neuen Sterne am Horizont“, sondern auch..." genau das meine ich - die paar länder, die nun im Kommen sind, sollen alles retten? nein, ganz sicher nicht. die lösungen werden ganz anders kommen und damit sind die im artikel beschriebenen dinge eben nicht die "letzte hoffnung", sondern höchstens ein kleiner beitrag...

  • @Zecke: Deutschland ist nur eine kleine arrogante Nummer, aus denen Schwätzer wie Sie hervorgehen. In deutscher Tradition, die Zeichen nicht erkennen aber dieses " Unwesen" weltweit auch noch hochzustilisiere- ein Witz.
    Ein Blick auf die Karte genügt: Deutschland liegt in Europa und macht 70 % seiner Exporte ins europäische Ausland. Das sind Masstäbe, die die Bedeutungslosigkeit belegen, in die vor allem D abgleiten wird.

  • ...wichtig ist nur E I N E S !
    Wer ist Innovationstreiber und Garant des Fortschritts und er evolutionären Weiterentwicklung.

    Wer setzt setzt den Maßstab künftiger Technologie und technologischer Anwendung ?

    Deutschland - wer sonst, - seit Jahrzehnten !

  • Herzliche Glückwunsch!
    Sie haben es sehr treffend gesagt - genauso ist es!
    Allerdings:
    Ich glaube mitleweile, dass die Mehrheit bei uns diese Wahrheit gar nicht hören will!!
    Man will eigentlich - im übertragenen Sinn - gar nicht wissen und wahrhaben, dass der Kaiser eigentlich nackt ist!

  • ...und was wird die "Besatzungsmacht" erlauben ? Soweit haben "Stimmen" der USA nur gegen "zu viel" Weltexport von "Germany" nur diplomatisch hingewiesen. Jeder "President" wird jetzt gefordert "more U.S. industrial export"! In BRD sorgen die "friends" der USA in den BRD Ministerien und "Diensten" fuer Vorfahrt der geopolitischen Ziele der USA vor deutscher Exportwirtschaft. Das Beispiel Brasilien: Der BRD Botschafter leitete eine Ehrungsfeier der NATO Botschafter fuer die Bugfigur der "Umweltschuetzer" (Marina da Silva) - welche seit Jahren grundsaetzlich alle moderne Entwicklung ablehnt und sogar als Kanditatin der "Gruenen" Partei die Wahl der Praesidentin Dilma Rousseff verhindern wollte, und damit die heutige Regierung von 10+ Parteien in welcher die Linken und die groesste Mittelstandspartei zusammen die nationalen Entwicklungsplaene gegen den Widerstand von hunderten USA und EU NROs verteidigen muessen. Die BRD Elektro- und Fahrzeugindustrie wirkt fuer den Bau des Belo Monte Wasserkraftdamm - welcher anderseits von BRD finanzierten "Stiftungen", "Vereine" und der "Kirche" verhindert werden kann, zusammen mit hunderten NROs der USA und Britanien, auch Bill Clinton und Arnold Schwarzenegger... (Die "Deutsche Welle" propagandisiert weltweit gegen nationale Entwicklungsprojekte fuer welche die BRD Wirtschaft mit wirkt.)

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