Neue Zahlen
Verarbeitendes Gewerbe legt kräftig zu

Das Verarbeitende Gewerbe hat seinen Umsatz im Oktober vor allem dank guter Geschäfte im Ausland weiter gesteigert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag erhöhte sich der Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent.

HB BERLIN. Das Verarbeitende Gewerbe ist im Oktober trotz der Euro-Stärke so stark gewachsen wie seit dem Frühjahr nicht mehr. Arbeitstäglich bereinigt stieg der reale Umsatz zum Vorjahr um 6,3 Prozent. „Die Zahlen passen gut ins konjunkturelle Bild, nachdem auch die Daten zum Auftragseingang und zur Industrie-Produktion gut ausgefallen sind“, hieß es im Statistischen Bundesamt, das die vorläufigen Umsatzzahlen am Montag veröffentlichte. Die ostdeutschen Firmen des Sektors blicken einer Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zufolge immer optimistischer in die Zukunft, obwohl die Geschäftslage zwischen Ostsee und Erzgebirge seit dem Spätsommer negativer beurteilt wird.

Zuletzt war im März mit 9,8 Prozent ein höherer Anstieg beim Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland verzeichnet worden. Die Daten für September fielen mit revidiert plus 4,9 Prozent um einen Prozentpunkt besser aus als in einer ersten Schätzung angenommen.

Im Oktober zog der Inlandsumsatz des Verarbeitenden Gewerbes um 3,4 Prozent an, die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern nahmen um 10,0 Prozent zu. Der Bereich entwickelte sich im Ausfuhrgeschäft damit noch kraftvoller als die deutsche Wirtschaft insgesamt.

Auch die Industrie präsentierte sich trotz gestiegener Rohstoffpreise und der Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung überraschend robust: Der Sektor verbuchte im Oktober ein kräftiges Auftragsplus von 4,0 Prozent, auch die Produktion legte zu, allerdings nur um 0,1 Prozent.

Das IWH ermittelte in seiner Industrieumfrage unter 300 ostdeutschen Firmen, dass sich die ohnehin hoch geschraubten Geschäftserwartungen im November noch weiter aufgehellt haben. Das Investitionsgütergewerbe blickt besonders optimistisch in die Zukunft. Die Unternehmen beurteilen Auftragslage und Produktion außerordentlich gut. Die Chemische Industrie ist hingegen mit ihrer Lage auch wegen der hohen Ölpreise unzufriedener als im September. Die Branche bleibt auch bei den Erwartungen für die kommenden Monate hinter den Werten aus den vergangenen Umfragen zurück.

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