Neuer Zinsschritt Schweden stemmt sich gegen steigende Inflationsgefahr

Die schwedische Notenbank hat ihren Leitzins wegen steigender Inflationsgefahren zum zweiten Mal in Folge angehoben. Die schwedische Krone stieg anschließend im Vergleich zum Euro auf ein Tageshoch.
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HB STOCKHOLM. Der Zinssatz steige von 0,5 auf 0,75 Prozent, teilte die Riksbank am Donnerstag in Stockholm mit. Zu diesem Preis können sich Geschäftsbanken und Sparkassen bei der Notenbank Geld leihen. "Der Zinssatz muss schrittweise wieder auf ein normaleres Niveau angehoben werden, um das Inflationsziel von zwei Prozent einzuhalten und die richtigen Bedingungen für eines stabiles Wachstum der Realwirtschaft zu schaffen", begründete die Riksbank ihre Entscheidung.

Die schwedische Krone stieg anschließend im Vergleich zum Euro auf ein Tageshoch. Höhere Zinsen machen Anlagen in Schweden attraktiver. Gleichzeitig verteuern sie Kredite, was Investitionen und Konsum und damit die Teuerung dämpfen kann. "Der Inflationsdruck ist derzeit gering, aber mit der Konjunkturerholung dürfte er zunehmen", schrieb die Notenbank.

Die schwedische Wirtschaft war im zweiten Quartal mit 3,7 Prozent so schnell gewachsen wie seit drei Jahren nicht mehr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet am Nachmittag über ihren Leitzins. Experten gehen davon aus, dass sie ihn bis weit ins nächste Jahr hinein auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belässt, weil die Wirtschaft in Mitgliedsstaaten wie Spanien und Griechenland noch lahmt, die Finanzmärkte noch nicht wieder normal funktionieren und die Inflationsgefahren gering sind.

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