Nobelpreisträger betont die Selbstheilungskräfte des Marktes
Milton Friedmans Wirken

Seinen Platz in der Wirtschaftsgeschichte hat er bereits sicher: Milton Friedman kann auf ein bewegtes und erfolgreiches Leben zurückblicken, das seinen Höhepunkt wohl in der Verleihung des Nobelpreises fand.

Seine Karriere: Milton Friedman dürfte zu den bedeutensten Ökonomen des vergangenen Jahrhunderts zählen. Er wurde am 31. Juli 1912 als Kind osteuropäischer Einwanderer in Brooklyn geboren. Nach seinem Studium lehrte Friedman von 1946 bis 1976 in Chicago, wo er Mitbegründer der so genannten „Chicago School“ wurde. 1976 erhielt Friedman den Wirtschafts-Nobelpreis.

Seine Lehre: Als Monetarist betont Friedman immer wieder die Selbstheilungskräfte des Marktes. Er legte die theoretische Grundlage für eine Abkehr von der aktiven Konjunktursteuerung, wie sie die Keynesianer propagieren. Der Staat, so argumentiert Friedman, richtet mit Konjunkturprogrammen und expansiver Geldpolitik auf Dauer nur Schaden an. Stattdessen sollte er sich darauf beschränken, für stabile Preise zu sorgen - am besten, indem er die Geldmenge um eine von vornherein festgelegte Rate wachsen lasse.

Seine Wirkung: Als Kolumnist für „Newsweek“ kritisierte Friedman die Politik John F. Kennedys. Er bezeichnete sie als „Staatssozialismus“. Später unterstützte er öffentlich Ronald Reagan, beriet die britische Premierministerin Margaret Thatcher, den chilenischen Diktator Pinochet und von 1977 an die rechte israelische Likud-Regierung.

Oliver Stock
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Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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