Notenbank-Chef
Schweden hält an Rekordniedrigzins fest

Schwedens Notenbankchef Stefan Ingves hat angekündigt, den Leitzins voraussichtlich erst im Herbst 2010 zu erhöhen. Mit einer schnellen Erholung der schwedischen Wirtschaft rechnet er nicht.
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HB BERLIN. "Wir haben sehr klar mitgeteilt, was wir als angemessen betrachten: Wir erwarten, den Zins im Herbst 2010 zu erhöhen und nicht früher", sagte Ingves der "Financial Times Deutschland". Schweden werde noch drei bis fünf Jahre benötigen, um wieder das Niveau der Wirtschaftsleistung zu erreichen, dass es vor der Krise gehabt habe. Der Leitzins liegt derzeit bei rekordniedrigen 0,25 Prozent.

Am Dienstag hatte Australien als erstes großes Industrieland weltweit wieder die Geldvergabe verteuert. Die Zentralbank erhöhte den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 3,25 Prozent. Experten rechnen damit, dass einige Staaten in Asien dem Beispiel Australiens folgen könnten.

In Hinblick auf die Regulierung der Finanzmärkte sagte Ingves dem Blatt, er sei überzeugt, dass sich die Notenbanken weltweit künftig stärker gegen Exzesse an den Märkten und Vermögenspreisblasen stemmten. Es sei viel besser, "das Entstehen von Blasen zu verhindern und sich gegen den Wind zu lehnen". Dabei gehe es um die Zinspolitik, aber auch um aufsichtsrechtliche Instrumente.

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