Notenbank-Entscheidung
Japanische Firmen dürfen sich mehr verschulden

Vor dem Hintergrund einer möglichen Deflation hat die japanische Zentralbank den Leitzins unangetastet gelassen. Stattdessen haben die Währungshüter Maßnahmen gegen die Kreditklemme bei Unternehmen beschlossen.

HB TOKIO. Die japanische Zentralbank geht gegen die Kreditklemme der Unternehmen vor und akzeptiert künftig mehr Firmenschulden als bisher als Sicherheit für Geldgeschäfte. Unternehmen sollen demnach in Zukunft auch Schulden vorlegen können, die nur mit dem Rating BBB bewertet sind. Das ist eine Stufe unter der A-Note, die bislang Mindestvoraussetzung war.

Zudem werde die Bank of Japan vorübergehend neue Geschäfte mit Firmenschulden anbieten, erklärte der Gouverneursrat am Dienstag nach seiner Sondersitzung. Die Maßnahmen sollen die Liquiditätsnöte japanischer Unternehmen noch vor dem Jahresende beheben. Deren Zugang zu Krediten hat sich zuletzt wegen der Finanz- und Konjunkturkrise rasant verschlechtert.

Die Notenbanker beließen im übrigen den Zinssatz bei 0,3 Prozent.

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