Notenbank erwartet Rückgang der Inflationsrate
Analysten rechnen mit konstanten Leitzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat es nach Einschätzung von Analysten mit der Anhebung ihres historisch niedrigen Leitzinses von zwei Prozent nicht eilig, weil der Aufschwung im Euro-Raum noch zu wünschen übrig lässt.

mak FRANKFURT/M. Von der Sitzung des EZB-Rates am kommenden Donnerstag, die wegen der Ferienzeit per Telefon ohne anschließende Pressekonferenz stattfindet, wird allgemein keine Zinsänderung erwartet.

Aber auch die Zahl der Analysten, die im weiteren Jahresverlauf noch mit einer Zinsanhebung rechnen, ist kleiner geworden. Nur 16 der 61 von Reuters befragten Volkswirte tippten auf Ende 2004. Die Prognosen der restlichen 45 verteilen sich auf 2005 oder Anfang 2006. Am Geldmarkt ist dagegen schon im Dezember eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.

Für die Zinspolitik der EZB ist entscheidend, ob die seit Monaten auf rund zweieinhalb Prozent erhöhte Inflationsrate von Dauer ist oder – wie von der Zentralbank erwartet – im Laufe des nächsten Jahres wieder unter zwei Prozent fällt. Jüngste Äußerungen von EZB-Ratsmitgliedern deuten darauf hin, dass sie die Perspektiven für die Preisentwicklung eher günstig bewerten. So hatte Bundesbankpräsident Axel Weber die Richtung der Geldpolitik mit „geradeaus“ angegeben. Der belgische Notenbankgouverneur Guy Quaden geht davon aus, dass die Zinsen „für einige Zeit“ unverändert bleiben.

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