November-Daten
Teuerungsrate auf niedrigsten Niveau seit zwei Jahren

Ein Preisrutsch bei Benzin und Diesel hat im November für die geringste Teuerung seit fast zwei Jahren gesorgt. Die Inflationsrate blieb damit erstmals seit Juni 2007 wieder unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht. Auch in der Eurozone schwächt sich der Preisauftrieb weiter ab.

HB BERLIN/LUXEMBURG. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, bestätigte das Statistische Bundesamt am Mittwoch eine frühere Schätzung. Das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2006.

Im Oktober lag die Teuerungsrate mit 2,4 Prozent noch klar darüber. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Lebenshaltungskosten sogar um 0,5 Prozent. Die Teuerungsrate hat sich seit dem im Sommer erreichten 15-Jahres-Hoch von 3,3 Prozent mehr als halbiert. Sie wird Experten zufolge weiter sinken. Die Bundesbank erwartet im Jahresschnitt 2009 nur noch 0,8 Prozent.

Preiswerter wurden im November vor allem Kraftstoffe. Diesel kostete 8,5 Prozent und Superbenzin 14,6 Prozent weniger als im November 2007. Heizöl verbilligte sich um 2,6 Prozent. Dahinter steckt der Preisverfall am internationalen Ölmarkt. Ein Fass Rohöl kostet derzeit mit rund 44 Dollar etwa 100 Dollar weniger als im Juli, weil die weltweite Konjunkturflaute die Nachfrage drückt. Gas wurde dagegen um 22,4 Prozent teurer - die Gaspreise folgen der Entwicklung am Ölmarkt meist mit einigen Monaten Verzögerung. Preiserhöhungen gab es auch bei Fernwärme (plus 15,7 Prozent) und Strom (plus 6,1).

Lebensmittel waren im Schnitt 2,1 Prozent teurer als vor einem Jahr. Für Schokoladentafeln mussten 18,8 Prozent mehr gezahlt werden, für Bienenhonig 11,3 Prozent mehr. Nudeln wurden gut ein Fünftel teurer, Kekse um 12,5 Prozent und Backmischungen um 9,5 Prozent. Bei Fleisch und Fleischwaren gab es einen Aufschlag von 5,1 Prozent. Einzelne Molkereiprodukte wurden dagegen günstiger. Speisequark verbilligte sich um 16,8 Prozent, süße Sahne um 15,2 Prozent, H-Milch und 12,3 Prozent und Butter um 28,0 Prozent.

Im Euroraum hat sich der Preisauftrieb im November ebenfalls wie erwartet abgeschwächt. Die Verbraucherpreise seien auf Jahressicht um 2,1 Prozent gestiegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Damit wurde die ursprüngliche Schätzung bestätigt. Volkswirte hatten dies erwartet. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch um 3,2 Prozent geklettert.

Von Oktober auf November sank das Preisniveau um 0,5 Prozent. Experten hatten mit einem Rückgang der Preise in dieser Höhe gerechnet.

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