November-Daten
US-Arbeitsmarkt gibt Hoffnung auf weiche Landung

US-Firmen haben im November unerwartet viele Arbeitsplätze geschaffen und so die Hoffnungen auf eine weiche Landung der US-Konjunktur geschürt. Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft legte im November um 132 000 zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

HB WASHINGTON. Damit entstanden gut 20 000 Arbeitsplätze mehr als an der Wall Street erwartet. „Der Arbeitsmarktbericht stärkt das Vertrauen, das die Wirtschaft grundsätzlich stabil ist und sich nicht abschwächt“, erläuterte Volkswirt Pierre Ellis von Decision Economics in New York.

Die Daten belegten jedoch erneut, dass die US-Wirtschaft derzeit gespalten ist: Während Dienstleister 172 000 Stellen schufen, fielen in der Industrie 40 000 und am Bau knapp 30 000 Arbeitsplätze weg. „Die Schwäche ist auf Industrie und Bau beschränkt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Probleme ausweiten“, erläuterte Ellis. Die Arbeitslosenquote kletterte gleichzeitig auf 4,5 Prozent nach 4,4 Prozent im Oktober, dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren.

Gleichzeitig kam es den Börsianern recht, dass die Löhne nur langsam kletterten: um lediglich 0,2 Prozent. Denn ein zu starker Lohnanstieg könnte die Notenbank Federal Reserve auf den Plan rufen. Sie könnte mit höheren Zinsen die Inflationsgefahr bekämpfen, die mit einem kräftigen Aufschwung einhergehen könnte. „Das Fazit ist: die Wirtschaft entwickelt sich ideal - nicht zu heiß und nicht zu kalt“, sagte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisers.

Auch die Aktien-Anleger stimmte der Arbeitsmarktbericht zuversichtlich: Die Börsen in Europa verbuchten in Folge der Daten Kursgewinne, in den USA stiegen die Aktienfutures.

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