NTC-Bauindex weiter gesunken
Kräftige Geschäftseinbußen bei Bauwirtschaft

Die Geschäftseinbußen der krisengeschüttelten deutschen Bauwirtschaft haben sich im Juni erneut verstärkt. Der NTC-Bauindex signalisierte mit einem Rückgang auf 36,9 Punkte von 37,4 Zählern eine beschleunigte Abnahme der Geschäftstätigkeit, wie die Forschungsgruppe NTC am Mittwoch mitteilte.

Reuters BERLIN. Der Bauindex liegt nun seit mehr als drei Jahren Monat für Monat unter der 50-Punkte-Marke, was jeweils auf einen Geschäftsrückgang zum Vormonat hinweist.

„Zahlreiche der befragten Baufirmen nannten den Auftrags- und Investitionsmangel, vor allem seitens der öffentlichen Hand, als Hauptgrund für den hohen Geschäftsrückgang im Juni“, teilte NTC mit. Dabei hätten sich die Geschäfte in allen drei Teilbereichen stärker verschlechtert als noch im Mai. Die höchste Rückgangsrate wies weiter der Wohnungsbau auf, doch auch beim gewerblichen Bau und beim Tiefbau verringerte sich das Geschäftsvolumen deutlich.

Angesichts des schwachen Geschäfts und des daraus entstehenden Rationalisierungsdrucks entließen die Bau-Betriebe weiter Mitarbeiter. Auch wenn der Pessimismus im Juni etwas abnahm: Fast ein Drittel der befragten Firmen erwarten in den kommenden zwölf Monaten ein niedrigeres Geschäftsvolumen, nur gut 14 Prozent rechnen mit besseren Geschäften.

Der Bau-Index Deutschland misst mit hoher Aktualität die Geschäftstätigkeit und das Wachstum im deutschen Baugewerbe und beruht auf einer Befragung unter Führungskräften von Unternehmen dieser Branche. Die Teilnehmer der Befragung beurteilen die einzelnen Komponenten im Vergleich zum Vormonat als positiv, negativ oder unverändert. Die Bandbreite des Indexes liegt zwischen Null und 100. Somit weisen Werte über 50,0 Punkte auf ein Wachstum in der deutschen Bauindustrie im Vergleich zum Vormonat hin. Werte unter 50 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50 abweichen, desto stärker sind die Wachstums- beziehungsweise Schrumpfungstendenzen. Als Frühindikator spiegelt der Index die wirtschaftliche Lage und das Wachstum im Baugewerbe Deutschlands wider.

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