NTC-Indikatoren gestiegen: Dem Bau geht es immer besser

NTC-Indikatoren gestiegen
Dem Bau geht es immer besser

Die Erholung der deutschen Baubranche hat sich im Januar fortgesetzt. Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft und schaffen sogar neue Arbeitsplätze.

HB BERLIN. Der NTC-Bauindikator stieg von 51,3 auf 51,9 Punkte, teilte das britische Forschungsinstitut NTC am Montag mit. Nach jahrelanger Talfahrt war es im Dezember mit den Geschäften des deutschen Baugewerbes erstmals seit Mitte 2000 bergauf gegangen, und der Indikator hatte die Wachstumsschwelle von 50 Punkten überschritten.

Nun sind auch die Geschäftsaussichten erstmals seit gut 5 Jahren über 50 Punkte gestiegen: Dieser Indikator sprang von 43,9 auf 60,9 Punkte und signalisierte, dass die Unternehmen dem Aufschwung zunehmend vertrauen und optimistisch auf das laufende Jahr blicken.

Um ihre Fertigstellungstermine einzuhalten und ihr Auftragspolster abzuarbeiten, stellten die Unternehmen im Schnitt erneut Mitarbeiter ein. Der Indikator für die Beschäftigung stieg um 0,1 auf 51,5 Zähler, nachdem auch diese Komponente im Dezember erstmals über die Wachstumsschwelle geklettert war.

„Zugpferd der deutschen Baubranche war im Januar der gewerbliche Bau“, erklärte NTC. Dennoch konnte er die Rückgänge im Wohnungs- und Tiefbau nicht ausgleichen. Insgesamt erhielt die Branche weniger Aufträge als im Dezember; die Einbußen waren jedoch so gering wie seit gut fünf Jahren nicht mehr. Der entsprechende Indikator stieg von 47,7 auf 48,4 Zähler. Im Bereich Tiefbau machte NTC vor allem rückläufige Ausschreibungen der Öffentlichen Hand für den Einbruch der Geschäfte verantwortlich. Die Bau-Unternehmen kauften trotz gestiegener Kosten mehr Material als im Dezember.

Gesunken sind hingegen die Preise für Subunternehmen, allerdings beklagten die Firmen erneut, dass sich im Schnitt die Qualität und die Verfügbarkeit solcher Unternehmen verschlechtert habe.

Nach dem Ende des Bau-Booms nach der Wiedervereinigung hat die Baubranche nun schon 11 Rezessionsjahre hinter sich und seit Mitte der 90-er Jahre rund die Hälfte der Arbeitsplätze abgebaut. Der Verband der Bauindustrie HDB hält für 2006 immerhin eine stabile Nachfrage im Bauhauptgewerbe für möglich: „Die „schwarze Null' als Umsatzziel für 2006 rückt in den Bereich des Möglichen“, hatte der Verband Ende Januar erklärt.

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