Nur 17 Arbeitstage
Neujahrsfest lässt Chinas Handel im Januar schrumpfen

China hat im Januar deutlich weniger exportiert und importiert als im Vergleich zum Vorjahr. Schuld ist auch das chinesische Neujahrsfest: Wegen der Feiertage hatte der Monat fünf Arbeitstage weniger als noch 2011.
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PekingChinas Handel ist im Januar gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich geschrumpft. Der Handelsriese bekommt nicht nur den weltweiten Konjunkturabschwung zu spüren. Auch das chinesische Neujahrsfest, an dem tagelang die Arbeit ruht, machte sich bemerkbar. Die Importe sanken im Januar um 15,3 Prozent, die Exporte gingen wegen der geringeren Nachfrage um 0,5 Prozent zurück. Damit hat die Volksrepublik die Markterwartungen bei weitem verfehlt. Analysten hatten mit einer Steigerung der Ausfuhren um 4,8 Prozent gerechnet, bei den Einfuhren waren sie von plus 0,5 Prozent ausgegangen.

Im Dezember waren die Exporte um 13,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum gestiegen, die Importe um 11,8 Prozent. Der Handelsbilanzüberschuss stieg im Januar auf 27,3 Milliarden Dollar, das ist der höchste Wert in sechs Monaten. Im Dezember hatte der Überschuss 16,5 Milliarden Dollar betragen.

Die Daten sind allerdings verzerrt: In diesem Jahr fiel das Neujahrsfest in den Januar. Damit hatte der Monat lediglich 17 Arbeitstage im Vergleich zu 22 Arbeitstagen im Januar 2011. Im vergangenen Jahr feierten die Chinesen ihr wichtigstes Fest im Februar. Analysten warnten deshalb davor, die Daten überzubewerten. „Ich denke, die schwachen Export- und Importzahlen spiegeln vor allem saisonale Faktoren durch das Neujahrsfest wider“, sagte Sun Junwei von HSBC Global Research in Peking. Man dürfte nicht zu viel in die Daten eines einzelnen Monats hineininterpretieren, der üblicherweise sehr unterschiedlich ausfällt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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