Nur Exporte waren Wachstumsmotor
Zweifel an nachhaltiger Belebung

Als negative Überraschung haben Volkswirte am Dienstag den überraschend schwachen Ausweis der privaten Investitionen in Deutschland im zweiten Quartal dieses Jahres bewertet.

HB FRANKFURT. "Offensichtlich zweifeln die Unternehmen immer noch an der Nachhaltigkeit der konjunkturellen Belebung," kommentieren die Experten der Commerzbank in einer Research-Note. Solange die Unternehmen nicht mit mehr Optimismus in die Zukunft blickten, werde auch die Bereitschaft zur Schaffung neuer Arbeitsplätze sehr begrenzt sein, hieß es weiter.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal 2004 einen detaillierten Ausweis der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vorgelegt. Dabei bestätigte die Behörde den am 12. August gemeldeten BIP-Zuwachs um 0,5% zum Vorquartal bzw um 2,0% auf Jahressicht. Einziger Wachstumsmotor waren die Exporte, die um 3,2% zum Vorquartal zulegten, während die Importe um 2,2% stiegen. Die Ausrüstungsinvestitionen blieben hingegen im Quartalsvergleich unverändert, nach einem Minus von 3,2% zwischen Januar und März. Für den privaten Konsum wurde ein Wachstum von 0,1% berichtet, für den Staatsverbrauch ein Plus von 0,3%.

„Um den Export würde ich mir keine große Sorgen machen. Die Ausfuhren werden nicht mehr ganz mit dem starken Tempo des ersten Halbjahres steigen, aber sich weiter positiv entwickeln“, sagte Ralph Solveen von der Commerzbank. Die entscheidende Frage sei nun: „Kommt jetzt irgendwann die Inlandsnachfrage? Hier ist die schwache Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen erst einmal kein gutes Zeichen.“

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