Obama in der Bredouille
Ökonomen bangen um Bonitäts-Bestnote für USA

Zweifel an der Kreditwürdigkeit der USA bringen Präsident Obama unter Handlungsdruck. Ökonomen warnen: Verschärft sich die Schuldenkrise weiter, könnte die Bonität weiter Schaden nehmen - mit unabsehbaren Folgen.
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DüsseldorfFührende Ökonomen in Deutschland sehen die USA nur bei einem langfristigen Plan zum Schuldenabbau davor gefeit, die Bonitäts-Bestnote "AAA" zu verlieren. "Die Politik in den USA muss sich dringend auf einen konkreten und glaubwürdigen Plan zur zügigen Haushaltskonsolidierung verständigen", sagte der Konjunkturchef des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), Kai Carstensen, Handelsblatt Online. "Nur wenn das nicht gelingt, könnte es tatsächlich zu einer Herabstufung kommen." Es handele sich also letztlich um ein politisches Problem. Carstensen wies darauf hin, dass das Ifo-Institut schon vor geraumer Zeit gewarnt habe, dass die Kreditwürdigkeit der USA "nicht sakrosankt" sei. "Allerdings sollte der Schritt von S&P, den Ausblick auf negativ zu setzen, zunächst als Warnung verstanden werden."

Von einem "Warnschuss für die US-Finanzpolitik" sprach auch der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater. Denn wenn sich am Finanzgebaren der Vereinigten Staaten nichts ändere, dann bleibe das Defizit trotz Konjunkturerholung mit über vier Prozent zu hoch und der Schuldenstand steige immer weiter, sagte Kater Handelsblatt Online. Nur wenn jetzt gegengesteuert wird, werde es keine weiteren Marktauswirkungen geben. "Wenn nicht, dann zieht sich die Schlinge des Kapitalmarkts auch um die US-Wirtschaft langsam, aber sicher immer mehr zusammen", warnte der Ökonom.

Skeptisch äußerte sich auch der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn. Die Staatsverschuldung der USA sei zwar "unerwünscht hoch", sie könne aber durch eine stetige Konsolidierungsspolitik in Zeiten guter Konjunktur auf ein "erträgliches Maß" zurückgeführt werden. "Es ist zu hoffen, dass die Märkte dieser Rationalität weiter folgen. Sicher ist dies aber nicht, denn das Geld lockt", sagte Horn Handelsblatt Online.

Der IMK-Chef äußerte in diesem Zusammenhang scharfe Kritik an der S&P-Warnung. "Das könnten Festtage für Spekulanten werden", sagte er unter Hinweis auf das Strickmuster, nach dem aus seiner Sicht Ratingagenturen arbeiteten. Ohne dass neue Informationen vorlägen, gäben sie bekannt, dass sie die Bonität eines Landes womöglich herabstufen. In der Folge setze dann meist eine Verkaufswelle für die entsprechenden Staatsanleihen ein, teils aus Panik, teils aus Regulierungszwang, weil beispielsweise Lebensversicherer die Anleihen nur mit höchster Bonität halten dürften. Zeitgleich setze eine Kaufwelle für Kreditausfallversicherungen für US-Anleihen ein. Wer diese im Angebot habe, werde sich eine "goldene Nase verdienen". Dabei seien die Äußerungen der Ratingagenturen "völlig unverbindliche Meinungsäußerungen", für die sie rechtlich nicht haftbar gemacht werden können.

Standard & Poor's (S&P) hatte die Kreditwürdigkeit der USA am Montag infrage gestellt. Sie werde deren Bonität zwar weiter mit der Bestnote "AAA" bewerten, teilte S&P mit. Allerdings senke sie den Ausblick für die langfristige Beurteilung von "stabil" auf "negativ". Damit droht in den kommenden zwei Jahren eine Herabstufung - laut Mitteilung mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent. Grund für die Beurteilung seien die im Vergleich zu anderen mit "AAA" bewerteten Ländern "sehr hohen" Haushaltsdefizite. Außerdem sei unklar, wie die steigende Staatsverschuldung abgebaut werden solle.

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  • Leute,

    das ganze Gepläre hat nur den Sinn, daß so wenige wie möglich beim nächsten Crash in den Dollar gehen.

    Wenn eins diesem Pack klar ist, dann dies daß sie sich nicht weiter in den Dollar verschulden können. Deshalb versucht es händeringend die Leute davon abzuhalten (beim nächsten Crash) in den Dollar zu gehen.

    Denn jeder existierende Dollar der ins Ausland wandert, entzieht den USA Kaufkraft im Heimatland. Denn die FED muß immer damit rechnen, daß diese wieder zurück gereicht werden (Dollarcrash).

    Das oberste Ziel daß diese Betrüger haben ist nunmehr die Dollarmenge im Zaum zu halten. Jeder esxistierende Dollar entzieht den einheimischen Dollars Kaufkraft und macht sie für die Einheimischen unbezahlbarer. Und das versucht sie um jeden Preis zu verhindern, auch um den Preis des Rufes und einer Bonitätsabstufung.


    WER DOLLARGLÄUBIGER (DOLLARBESITZER) WIRD, TRÄGT EIN STÜCK ZU DESSEM ENDE BEI !!!!!
    DENN NICHTS ANDERES BETREIBEN GERADE DIE CHINESEN.

    Wer das Gegenteil macht, fördert ihn und wird diese Probleme noch ein paar Jahrzehnte mehr ertragen müssen.

  • Mir ist bei diesem total ausufernden Haushaltsdefizit der Amis unverständlich warum diese nicht schon vorher abgestuft wurden. Die Abstufung ist noch viel zu milde !! Aber was soll man von diesen Ratings halten wo die Investmentbank Lehman-Brothers einen Tag vor der großen Pleite noch AA-Ranking aller großen drei Agenturen besaß !
    Ich zweifle auch stark an der Seriösität der Ratingagenturen. Korruption gibt es schließlich in -jedem- Land dieser Erde !

  • Das die USA das Land der Gelddrucker ist war seit langem bekannt und Ökonomen die diesem Staat eine "Bestnote" vergeben haben, können nur völlig betrunken gewesen sein.
    Amerika ist der Anfang vom Ende, auch für uns.

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