Ökonomen hatten mit Korrektur nach unten gerechnet
US-Wirtschaft stärker gewachsen als angenommen

Im 4. Quartal 2003 ist die US-Wirtschaft stärker geachsen als bislang angenommen. Das US-Handelsministerium in Washington korrigierte seine erste Schätzung von Ende Januar am Freitag überraschend von 4,0 auf 4,1 Prozent auf hochgerechneter Jahresbasis.

HB WASHINGTON. Für das Gesamtjahr 2003 blieb die Wachstumsrate unverändert bei 3,1 Prozent, nach 2,2 Prozent im Vorjahr. Ökonomen hatten mit einer leichten Korrektur nach unten gerechnet.

Ausschlaggebend waren nach Angaben des Ministeriums höhere Verbraucherausgaben, Exporte und Unternehmerinvestitionen zur Aufstockung der Lagerbestände. Insgesamt betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 4. Quartal inflationsbereinigt 10,6 Billionen Dollar, ebenfalls auf hochgerechneter Jahresbasis.

Das Wachstum in den letzten sechs Monaten des vergangenen Jahres lag damit bei 6,1 Prozent - der stärkste Anstieg der Gesamtwirtschaftsleistung seit der ersten Hälfte 1984. In diesem Jahr rechnen Ökonomen nach einer Umfrage der Wirtschaftsagentur Bloomberg mit einem Wachstum von 4,6 Prozent. Das wäre ebenfalls der höchste Anstieg seit 1984.

Präsident George W. Bush hofft im Wahljahr mit anziehendem Wachstum vor allem auf einen Schub bei den Arbeitsplätzen. Seit seinem Amtsantritt sind mehr als 2,3 Millionen Stellen verloren gegangen. Die Entwicklung blieb bislang weit hinter der Erwartung zurück. Die Arbeitslosenquote ging im Januar zwar auf 5,6 Prozent zurück. Doch wurden insgesamt nur 112 000 neue Stellen geschaffen. Mehr als das doppelte ist nötig, um die Arbeitslosenquote markant zu senken.

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