Euro-Schuldner
EU-Notenbanken beraten sich zur Schuldenkrise

Die Schuldenkrise in der Eurozone und die herabgestufte USA halten die Finanzwelt in Atem. Am Sonntagabend sollen sich die Präsidenten der Notenbanken in einer Telefonkonferenz beratschlagen.
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FrankfurtDie Eurozonen-Notenbanken beraten nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag über die heikle Lage an den Finanzmärkten. Die Präsidenten der Notenbanken wollen demnach bei einer Telefonkonferenz besprechen, wie sie die Schuldenkrise in der Eurozone in den Griff bekommen können. Die Telefonkonferenz sei für 18 Uhr angesetzt, sagte ein Notenbank-Offizieller, der wegen der Vertraulichkeit der Gespräche nicht genannt werden wollte, zu Bloomberg. Ein Sprecher der Europäischen Zentralbank (EZB) wollte die Informationen nicht kommentieren.

Bei den Gesprächen solle es vor allem darum gehen, wie die Notenbanken verhindern können, dass Italien und Spanien noch stärker unter Beschuss der Finanzmärkte kommen und deshalb auch unter den Euro-Rettungsschirm flüchten müssen. Außerdem wollen die Währungshüter darüber beraten, wie sich die Abstufung der Vereinigten Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) auf die Märkte auswirken wird.

Die USA hatten am Freitag (Ortszeit) erstmals in der Geschichte die Bestnote für ihre Bonität bei einer Ratingagentur verloren. Damit wankt ein Eckpfeiler des weltweiten Finanzsystems - Experten rätseln darüber, wie sich der Schritt auf die Finanzmärkte auswirken wird. Der Schritt war erwartet worden. Er kommt nach einer Woche mit den schwersten Verlusten an den Weltbörsen seit dem Herbst 2008, als die Finanzmärkte infolge der Pleite der US-Investmentbank kollabiert waren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die USA/der Westen leiden an einer Kombination an Welfare, Warfare und, am wichtigsten, Bankfare, und zwar in steigender Reihenfolge.

    Wer die Geschichte der Zentralbanken studiert, sieht den Reiz, den sie auf Politiker+Bankiers haben: Politikern verschaffen die Zentralbanken billiges Fiat-Geld durch die Notenpresse (statt durch politisch schmerzlichere Steuern oder Sparmassnahmen), den grossen Banken garantieren sie das Überleben! Dies geschieht auf Kosten des einfachen Mannes, der durch die schleichende Vernichtung von Geldwert in Form von Inflation die Kosten zahlt, zudem indem die Banken durch die Erzeugung erst von Inflation und dann Deflation den in Not geratenen Besitzenden ihr mühsam Erarbeitetes zum Spottpreis abzwingen und einsammeln, um es dann wieder mit Gewinn zu verkaufen.

    Vor 200 J. schon schrieb President Thomas Jefferson über die den Privatbanken gehörende (inzwischen 3.!) amerikanische Zentralbank (heute 'Federal Reserve'):"The central bank is an institution of the most deadly hostility existing against the principles ... of our Constitution... If the American people allow private banks to control the issuance of their currency, first by inflation and then by deflation, the banks will... deprive the people of all their property...'

    Daher die Forderung eines Endes mit der FED+EZB, damit wieder die Chance besteht, wirtschaftlich zu gesunden und zu bestehen.

    'Ending the Fed would be the single greatest step we could take to restoring American prosperity and freedom and guaranteeing that they both have a future.' Dr Ron Paul ('End the Fed')

    Wir haben die Köpfe, aber noch nicht die Finanzweltreform, die uns unseren Wohlstand zurückgibt !

  • Eigentlich sollte nach den Erklärungen des EU-Gipfeltreffens vor 14 Tagen kein Beratungsbedarf i.S. des redaktionellen Beitrags bestehen. Eigentlich! So ist nicht auszuschließen, dass Beratungsbedarf wohl eher Turbulenzen gilt, die ab Montag befürchtet werden.

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