24 Millionen Euro für neues VWL-Institut
Millionenspende für Düsseldorfer Volkswirte

Bislang fristen die Volkswirte an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität eher ein Schattendasein. In den kommenden Jahren dürfte sich das ändern - dank einer Millionenspende der Düsseldorfer Unternehmernehmerfamilie Schwarz-Schütte, die der Hochschule insgesamt 24 Millionen Euro spendiert.
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Mit dem Geld sollen bis zu sechs neue VWL-Professoren eingestellt werden, teilte die Universität mit. Die Forscher sollen in einem neu zu gründenden "Düsseldorfer Institut zur Förderung des Wettbewerbs in Wirtschaft und Gesellschaft" tätig sein. "Ziel des neuen Insituts ist es, alle Aspekte einer freiheitlichen Wettbewerbsordnung wissenschaftlich zu untersuchen und die Ergebnisse zu publizieren", heißt es in einer Presseerklärung der Universität.

Entstehen soll ein Institut, das "in Deutschland herausragende Bedeutung haben wird, weil andere Forschungs- und Lehrzentren sich mehr auf ökonometrische Grundlagenforschung konzentrieren", schreibt die Universität weiter. Die Hochschule, an der man bislang nur Betriebswirtschaftslehre studieren kann, will in Zukunft auch Bachelor- und Masterstudiengänge mit volkswirtschaftlichem Schwerpunkt anbieten.

Acht der 24 Millionen Euro sollen in den Bau eines neuen Universitätsgebäude gesteckt werden, in dem die gesamte wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität untergebracht werden soll. Dieses Gebäude soll den Namen "Ökonomikum" tragen.

Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Heinrich-Heine-Universität ist vergleichsweise jung: Sie wurde erst im Jahr 1990 gegründet. Derzeit hat die Fakultät 1100 Studierende und zehn Professuren. Im Fakultätsranking des Handelsblatts, bei dem die 25 forschungsstärksten VWL-Fakultäten des deutschsprachigen Raums abgebildet werden, ist die Universität bislang nicht vertreten.

"Es geht nicht darum, ein Denkmal zu setzen", zitiert die "Rheinische Post" den Spender Patrick Schwarz-Schütte. "Es ist der Spaß am Thema, der reizt." Zudem brauche Düsseldorf "eine starke Wirtschaftswissenschaft". Daher mache es Sinn, "sich vor der eigenen Haustüre zu engagieren."



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