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"ABS light" für den Mittelstand

Siemens Financial Services (SFS) hat ein neues Forderungsfinanzierungsprogramm speziell für ...

Siemens Financial Services (SFS) hat ein neues Forderungsfinanzierungsprogramm speziell für Mittelständler aufgelegt - "ABS light". Hierbei kauft SFS Forderungsbestände ab einem Volumen von 3 Mio. Euro auf revolvierender Basis an. Das neue Produkt verbindet Merkmale des klassischen Factoring mit denen der Asset Backed Securitization (ABS)-Finanzierung. Wie beim Factoring nimmt SFS die externen Forderungen auf die eigene Bilanz und trägt bis zu 100% des Ausfallrisikos. Auch konzentrierte oder internationale Portfolioankäufe sind damit möglich. Im Unterschied zum Factoring werden die Forderungen bei "ABS light" bis zu 100% bevorschusst. Dank einfacher Vertragsgestaltung nach deutschem Recht und standardisierter Prozesse kann "ABS light" sehr schnell implementiert werden. "ABS light" ist damit eine Alternative zur klassischen Forderungsverbriefung über ABS und zum Factoring.
Zielportfolios für "ABS light" sind Handelsforderungen mittelständischer Unternehmen aller Branchen. Sowohl die Haftung für den Bestand der Forderungen als auch das Debitorenmanagement verbleiben beim Forderungsverkäufer. I.d.R. werden die Forderungen im stillen Verfahren angekauft.
"Gerade vor dem Hintergrund der neuen Eigenkapitalrichtlinien von Basel II ist der Forderungsverkauf ein wichtiges Finanzierungsinstrument, um den Liquiditätsspielraum der Unternehmen zu erweitern", sagt Martin Hartge, Vertriebsleiter für "ABS light" bei SFS. Factoring oder Forderungsfinanzierung genießt immer noch einen zweifelhaften Ruf bei vielen deutschen Unternehmen. "Zu Unrecht, denn namhafte Unternehmen verkaufen seit vielen Jahren Finanz- und Handelsforderungen im Rahmen ihrer Finanzstrategien", erklärt Hartge. Forderungsverkauf leiste einen erheblichen Beitrag zur Diversifizierung der Unternehmensfinanzierung. Während dieses Finanzierungsinstrument im angelsächsischen Raum längst etabliert sei, setze das Umdenken in deutschen Unternehmen erst allmählich ein - immer mehr Mittelständler schätzten zunehmend alternative Finanzierungsmöglichkeiten, so Hartge.
Als Spezialist im Bereich der Forderungsfinanzierung kann Siemens Financial Services bereits auf eine Expertise seit 1998 zurückblicken. SFS verwaltet derzeit einen Forderungsbestand von rund 3,5 Mrd. Euro mit über 120 Einzelportfolios. Ein Großteil des Volumens stammt aus dem internen Geschäft. Hierbei kauft SFS Handelsforderungen und andere Forderungsarten von Siemens-Konzerngesellschaften an und führt diese einem zentralen Kreditportfolio-Management zu.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 23.06.2005

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