Aufsätze in renommierten Zeitschriften maßgeblich
Die Methodik des Handelsblatt-Rankings

Das Handelsblatt-Ranking der deutschen BWL-Professoren fußt auf den Veröffentlichungen in den führenden internationalen und deutschen Fachzeitschriften seit 1996, einschließlich der bereits zur Veröffentlichung angenommenen. Bei jüngeren Autoren, die noch nicht seit 1996 publizieren, wurde die Anzahl der Veröffentlichungen mit einem Korrekturfaktor auf den gesamten Beobachtungszeitraum hochgerechnet.

noh DÜSSELDORF. Veröffentlichungen in anspruchsvollen, referierten Fachzeitschriften sind heute allgemein akzeptierter Maßstab für wissenschaftliche Leistung. Bücher und Buchkapitel, die im Einzelfall sehr wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse beinhalten, können mangels eines objektiven Qualitätsmaßstabs nicht berücksichtigt werden. Basis der Handelsblatt-Rangliste ist das Ranking BWL-relevanter Zeitschriften des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). Es teilt die Zeitschriften anhand einer aufwendigen Befragung der Verbandsmitglieder in Kategorien von A+ bis E ein. Für die Studie wurden Veröffentlichungen in den Kategorien A+ (8 Punkte), A (4 Punkte) und B (2 Punkte) gezählt. Bei Mehrfachautorenschaft wurde die Punktzahl auf die Autoren aufgeteilt. Bei einer „A“-Veröffentlichung von drei Autoren erhielt also jeder Autor 1,3 Punkte.

Wie bei jeder Rangliste dieser Art sollte der genaue Platz nicht überbewertet werden, denn die Abstände sind zum Teil gering. Methodische Entscheidungen, die man mit guten Gründen so oder so treffen kann, können Verschiebungen um mehrere Plätze bedeuten.

Wirtschaftsinformatiker kommen tendenziell etwas zu schlecht weg, da in diesem Fach Aufsätze in streng referierten Konferenz-Bänden für die Beurteilung der wissenschaftlichen Produktivität eine ähnliche Bedeutung haben wie Fachzeitschriften. Sie sind im VHB-Zeitschriftenranking aber nicht enthalten. Ferner sind nicht alle anspruchsvollen Zeitschriften benachbarter Disziplinen, wie etwa Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft, berücksichtigt – obwohl auch Betriebswirte darin publizieren. Interdisziplinär forschende und publizierende Betriebswirte werden dadurch tendenziell unterschätzt. Dennoch identifiziert das Handelsblatt-Ranking eindeutig die Spitzengruppe der auf internationalem Niveau publizierenden Betriebswirte in Deutschland.

Grundlage der Ergebnisse ist eine Auswertung der Literaturverzeichnisse von gut 100 in Deutschland arbeitenden VHB-Mitgliedern. Ausgewählt wurden aussichtsreich erscheinende Kandidaten anhand einer noch unveröffentlichten Zitationsrangliste des Münsteraner BWL-Professors Alexander Dilger und anhand einer Befragung erfahrener Hochschullehrer.

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