Bankenkrise
Bankenkrise – Die Lehren aus 1931

Vor 77 Jahren erlebte Deutschland schon einmal eine Bankenkrise. Damals gab es ein erschreckendes Maß an Markt- und Staatsversagen. Was können Politik und Notenbank aus der Geschichte lernen?

Am Morgen des 13. Juli 1931 erlebten die Kunden der Darmstädter und Nationalbank (Danatbank) eine böse Überraschung: Sie standen vor verschlossenen Türen. Dort hing ein amtliches Kommuniqué : "Die Darmstädter und Nationalbank hat mitgeteilt, dass sie genötigt sei, ihre Schalter geschlossen zu halten. Die Reichsregierung wird aufgrund einer im Laufe des heutigen Tages ergehenden Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten durch volle Garantieleistungen für alle Einlagen für eine ruhige Abwicklung der Geschäfte der Danatbank Sorge tragen."

Doch der Versuch, durch die Staatsgarantie ein Übergreifen der Pleite auf andere Banken zu verhindern, scheiterte: Kunden stürmten alle anderen Kreditinstitute, um ihre Einlagen abzuheben. Überall im Land bildeten sich lange Schlangen vor den Bankfilialen. Das deutsche Finanzsystem stand vor dem Zusammenbruch. Nur massive Staatshilfe und zwei "Bankfeiertage", an denen der gesamte Zahlungsverkehr ruhte, retteten das Kreditwesen.

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