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BVI: gruppenspezifische Darstellung des institutionellen Asset Managements

Erstmalig veröffentlicht der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. eine ...

Erstmalig veröffentlicht der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. eine gruppenspezifische Darstellung des für institutionelle Anleger verwalteten Vermögens. Per Ende März 2005 verzeichneten die Gesellschaften ein administriertes Volumen von 712,4 Mrd. Euro. Davon entfielen 563,3 Mrd. Euro auf Spezialfonds und 149,1 Mrd. Euro auf die freie Portfolioverwaltung. Von dem Gesamtvermögen wurden 583,1 Mrd. Euro von den Konzerngesellschaften selbst gemanagt - zusätzlich führten diese bei einem Volumen von 57,4 Mrd. Euro das Management, aber nicht die Administration, durch. Unter dem Strich verbuchten die BVI-Mitglieder in der Konzernbetrachtung 640,5 Mrd. Euro "assets under management". Die Differenz in Höhe von rund 70 Mrd. Euro zum administrierten Volumen wird überwiegend von spezialisierten inländischen Vermögensverwaltern gemanagt, so der BVI.
Versicherungsunternehmen stellen die größte institutionelle Kundengruppe der Investmentbranche dar. Per Ende März 2005 entfielen knapp 46% des Spezialfondsvolumens auf das Anlagekapital der Assekuranz. Ein wichtiger Grund für die bevorzugte Nutzung des Spezialfonds durch Versicherer liegt in der guten Anwendbarkeit im Risikomanagement und im Rahmen des seit 2003 gesetzlich vorgeschriebenen VAG-Reporting. Kreditinstitute stellen mit rund 24 Prozent die zweitgrößte Anlegergruppe dar. Insbesondere kleinere und mittelgroße Institute, wie sie typischerweise im Sparkassen- und Volksbankensektor vertreten sind, nutzen die Vorteile der Spezialfonds für die Vermögensverwaltung der institutseigenen Anlagen (Depot A-Anlagen). Der Anteil von Industrieunternehmen, Stiftungen und Verbänden beziffert sich auf etwa 20%. Der Rest verteilt sich auf private Organisationen ohne Erwerbszweck, Altersvorsorgeeinrichtungen, Sozialversicherungsträger und öffentliche Zusatzversorgungsanstalten sowie ausländische Anleger. Institutionelle Anleger profitieren bei Spezialfonds insbesondere von dem professionellen Vermögensmanagement, der Individualität, der Flexibilität, der Transparenz, der Liquidität und der Mitgestaltungsmöglichkeit.
Der BVI setzt sich weiterhin dafür ein, dass Spezialfonds von der Konsolidierungspflicht gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) auszunehmen sind. Seit Anfang dieses Jahres sind kapitalmarktorientierte Unternehmen grundsätzlich verpflichtet, Konzernbilanzen nach IFRS aufzustellen. Nach Meinung des BVI sollte dies aber nicht dazu führen, dass die einzelnen Vermögenswerte von Spezialfonds in die Konzernbilanz des Anlegers aufzunehmen sind. Zudem sollte der Gesetzgeber sein Wahlrecht bei der Umsetzung der EU-Modernisierungsrichtlinie in der Weise ausüben, dass Spezialfonds auch in der HGB-Konzernbilanz nicht zu konsolidieren sind.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 28.06.2005

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