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BVI: Sparplanstatistik 2004

Sparer, die regelmäßig in Aktienfonds einzahlen, können auf lange Sicht effizient ein Vermögen ...

Sparer, die regelmäßig in Aktienfonds einzahlen, können auf lange Sicht effizient ein Vermögen aufbauen. Dies zeigt ein Blick auf die Ergebnisse von Sparplänen mit deutschen, europäischen und internationalen Aktienfonds, die nach 30 Jahren durchschnittliche jährliche Renditen von 6,9 bis 7,6% erwirtschafteten. Gewohnt stabil präsentierten sich die schwankungsärmeren Rentenfonds und Offenen Immobilienfonds. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Sparplan-Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. per 31. 12. 2004 über die Wertentwicklung von Sparplänen in den Zeiträumen zwischen zehn und 35 Jahren. Dabei sind alle fondsspezifischen Kosten inklusive Ausgabeaufschlag berücksichtigt.
Sparpläne mit deutschen Aktienfonds lieferten in längeren Zeiträumen gute Resultate. Beispielsweise verzeichnete ein Sparer, der in den vergangenen 30 Jahren monatlich 50 Euro anlegte, einen Jahreszuwachs von 7,6%. Dies führt bei einer Einzahlung von insgesamt 18 000 Euro zu einem durchschnittlichen Vermögen von 65 531 Euro. Nach zehn Jahren erzielten deutsche Aktienfonds - trotz des ausgeprägten Börsenabschwungs der Jahre 2000 bis 2002 - einen jährlichen Wertzuwachs von durchschnittlich 1,2%.
Die Sparplanergebnisse europäischer und weltweiter Aktienfonds präsentierten sich in längerfristigen Bereichen ebenfalls überzeugend: So lagen etwa europäische Aktienfonds jährlich zwischen 5,6 (20 Jahre) und 7,3% (30 Jahre). Auf Zehn-Jahres-Sicht schlug auch bei dieser Fondsgruppe die ausgeprägte Baissephase der vergangenen Jahre zu Buche: Die Zuwächse lagen bei 0,8% pro Jahr.
Anleger sollten berücksichtigen, dass sich ein langer Atem günstig auf das Fondssparen auswirkt. Dies zeigt ein Blick auf die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse von internationalen Aktienfonds-Sparplänen. Im Zehn-Jahres-Vergleich bewegte sich die Jahresrendite in einer Bandbreite zwischen minus 3,0% (Ende März 2003) und plus 19,1% (Ende März 2000). Im 30-jährigen Zeitraum lagen die Werte dagegen wesentlich dichter zusammen (zwischen 6,1% Ende September 1990 und 11,3% Ende März 2000).
Vor diesem Hintergrund sollten Sparer mit einem langfristigen Anlagehorizont in erster Linie auf die Ertragschancen von Aktien setzen. Gegen Ende der Spardauer empfiehlt es sich - je nach Kapitalmarktentwicklung und persönlichem Chance-Risiko-Profil - in schwankungsärmere Fonds, wie z.B. Rentenfonds und Offene Immobilienfonds, umzuschichten.
Euro-Rentenfonds (deutsche Emittenten) erzielten im Schnitt jährliche Wertsteigerungen von 4,4% nach zehn Jahren. Die Anlage von monatlich 50 Euro brachte Sparern nach 30 Jahren ein Vermögen von 53.230 Euro. Dies entspricht einem durchschnittlichen Zuwachs von 6,5% pro Jahr. International investierende Rentenfonds erwirtschafteten jährliche Zuwächse zwischen 3,5% (zehn Jahre) und 6,8% (30 Jahre).
Die Jahresrenditen von Sparplänen mit Offenen Immobilienfonds lagen im Mittel zwischen 3,0% nach zehn Jahren und 5,3% nach 30 Jahren. Mit einer monatlichen Einzahlung von 50 Euro über 30 Jahre erzielten Anleger ein Vermögen von 42.872 Euro. Offene Immobilienfonds wirken bei jüngeren Anlegern stabilisierend während der Sparphase und bei älteren Anlegern absichernd mit Blick auf das bereits angesammelte Vermögen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 28.02.2005

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