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BVK zur Kritik an der Private Equity-Branche

Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Private Equity and Venture ...

Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK) ist sehr enttäuscht über die gegenwärtige Kritik an der Private Equity-Branche. Die Mitglieder des BVK verwalten derzeit ca. 45 Mrd. Euro, von denen etwas über 20 Mrd. Euro investiert sind. Die nicht investierten Mittel stehen bereit, um in Deutschland in deutsche Unternehmen investiert zu werden.
Private Equity-Gesellschaften beteiligen sich an Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen: Von der Seed- über Start up- und Expansionsphase bis zum LBO. Die Unternehmen sind meist jung und technologieorientiert, etablierte Mittelständler und Unternehmensteile, die in den Strategien großer Konzerne keine Zukunft haben. In allen Konzepten geht es den Private Equity-Gesellschaften darum, diesen Unternehmen Wertwachstum zu ermöglichen. Wertwachstum bedingt Unternehmenswachstum, Unternehmenswachstum bedingt Investitionen und Arbeitswachstum. Private Equity ist ein Mittel zum Zweck und nach erreichtem Ziel ermöglicht es den Unternehmen den Schritt in eine neue Zukunft, sei es die Börse oder ein neuer Eigentümer. Dabei realisiert der Private Equity Investor seinen Anteil am Gewinn.
Der Private Equity Investor verwaltet Gelder von Anlegern. Die größten Kapitalgeber für im Jahr 2004 erhobene Fonds in Deutschland waren Versicherungen und Kreditinstitute und der öffentliche Sektor. Die Anleger, die in Private Equity Fonds investieren, erhoffen sich Risiko gerechte Renditen, mit denen sie ihren Auftrag der Altersversorgung oder der Mehrung von Ersparnissen gerecht werden können.
Die im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK) organisierten Private Equity-Gesellschaften sind in über 5500 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie auch größeren mit insgesamt 20,3 Mrd. Euro beteiligt. Im Jahr 2004 beschäftigten die 5500 KMU 638 000 Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Jahresumsatz von insgesamt 114,4 Mrd. Euro, das entspricht 5,2% des BIP. Private Equity-Investitionen in Deutschland erreichten im Jahr 2004 rund 0,17% des BIP. Ein Vergleich dieses Werts mit anderen europäischen Ländern zeigt, dass in Deutschland noch erheblicher Handlungsbedarf besteht - in Großbritannien z.B. liegt der Anteil von Private Equity am BIP bei 0,85%, in Schweden bei 0,38% und in Frankreich bei 0,27%.
Die Art der derzeit geführten Debatte ist dem Ziel, Private Equity noch stärker für den Investitionsbedarf deutscher Unternehmen heranzuziehen, nicht förderlich.
Den Private Equity-Gesellschaften in Deutschland stehen insgesamt 25 Mrd. Euro für neue Investitionen zur Verfügung. In den Jahren 2003 und 2004 hat die Bundesregierung im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland und in Anerkennung der Signifikanz der Private Equity Industrie die Rahmenbedingungen für ein effektives Handeln der Private Equity-Gesellschaften durch zahlreiche Maßnahmen verbessert. Die derzeitige "Heuschreckendebatte" steht in starkem Kontrast zu diesen Maßnahmen.
Der Bundesverband ist bestrebt, den Dialog mit Vertretern der Politik auch in Zukunft in der Suche nach tragfähigen Lösungen für die Weiterentwicklung des Standorts Deutschland fortzusetzen. Die gegenwärtige Diskussion zeigt nur auf, dass die Bemühungen, die Bedeutung und den potenziellen Beitrag sowie die Ziele von Private Equity einer breiten Öffentlichkeit noch besser darzulegen, intensiviert werden müssen. Private Equity verleiht der Volkswirtschaft große Impulse. Die Mitglieder des BVK haben sich schon längst entschieden, dass sie in Deutschland investieren wollen. Man sollte dies nutzen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 10.05.2005

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