Debatte des Monats
Finger weg von Subventionen - auch in Krisenzeiten

Die deutsche Wirtschaft geht mit einer hohen Wettbewerbsfähigkeit in die Rezession. Daher benötigt die Exportwirtschaft nach Auffassung von Ulrich Blum und Udo Ludwig vom IW Halle keine Anschubfinanzierung. Im Wirtschaftsdienst warnen die Experten vor einem Subventionswettlauf, sie raten aber zu beherzten staatlichen Investitionen zugunsten der Binnenwirtschaft.

Die gegenwärtige Krise besitzt eine starke Stimmungskomponente. Da ohnehin, wie Ludwig Erhard (1957) betonte, Wirtschaftspolitik zur Hälfte Psychologie ist, muss auf diese besonders eingegangen werden. Die erste Krisenwelle wurde in erheblichem Maße über „Stimmungskanäle“ verbreitet, hat ihre Ursache in den USA und wurde deshalb in Europa zunächst wenig ernst genommen. Ihre ersten Anzeichen waren sich häufende finanzielle Schieflagen von US-amerikanischen Hypothekenbanken ab dem Jahr 2006, die zunächst weitgehend schadensfrei am Ausland vorbeizugehen schienen. Das liegt auch daran, dass die Tiefe und Tragweite der Probleme unbekannt waren. Es wurde zunächst vor allem amerikanisches und nicht internationales bzw. europäisches Vertrauenskapital vernichtet. Daher war die Funktionsfähigkeit des europäischen, insbesondere des deutschen Bankensystems kaum eingeschränkt, das Problem wurde mit einer gehörigen Portion Attentismus angegangen.

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