"Debatte des Monats": Versicherungswirtschaft - ein stabiler Sektor in der Krise

"Debatte des Monats"
Versicherungswirtschaft - ein stabiler Sektor in der Krise

Die Stimmung in der Versicherungswirtschaft ist nach Auffassung von Dr. Michael Wolgast keineswegs negativ. Auch die Finanzkrise konnte die Stabilität des Versicherungssektors nicht beschädigen, meint der Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Für 2009 erwartet er ein Beitragsvolumen auf Vorjahresniveau.

Das Jahr 2008 war entscheidend durch die internationale Immobilien- und Bankenkrise geprägt. Für viele unerwartet schnell und massiv hat die globale Krise an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft „übergegriffen“ und die ohnehin vorhandene zyklische Abschwächungstendenz der Weltwirtschaft zusätzlich erheblich verstärkt.

Zumindest in Deutschland beschränkt sich die Rezession bislang allerdings auf einen klassischen Abschwung im Bereich der Exportwirtschaft und der Investitionsgüternachfrage. Für den privaten Verbrauch wird so auch für 2009 bei nur noch moderaten Preissteigerungen und steigenden verfügbaren Einkommen derzeit trotz der Rezession Zuwachs erwartet. Die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte, auf die über 80% der Versicherungsnachfrage entfallen, bleibt damit nicht nur stabil, sie bessert sich erstmals seit langem sogar etwas.

Im Jahr 2008 konnte die deutsche Versicherungswirtschaft trotz des zuletzt immer schwieriger werdenden Umfelds ihre Umsätze – das Beitragsvolumen – mit einem geschätzten Plus von insgesamt 1,5% auf 165,3 Mrd. Euro voraussichtlich weiter ausbauen. Dabei wurde das Wachstum einmal mehr von der Personenversicherung getragen: Während sich für die Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) ein Beitragswachstum in Höhe von 1,8% abzeichnet, erwarten die privaten Krankenversicherer einen Zuwachs von 2,9%. In der Schaden- und Unfallversicherung deuten die vorliegenden Zahlen aktuell auf ein kleines Beitragsplus von 0,4% hin.

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