DIHK
Deutsche Wirtschaft fürchtet Nachteile durch Freihandel mit USA

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag befürchtet, dass viele Mittelständler nicht von einer Freihandelszone profitieren. Stattdessen fürchtet man die zunehmende Abschottungstendenz insbesondere der BRIC-Staaten.
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MünchenDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor möglichen Nachteilen für die deutsche Wirtschaft durch das angestrebte Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA gewarnt. Sollte etwa China „das Abkommen als Affront sehen“, könne dies „heimischen Unternehmen schaden“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier dem Magazin „Focus“ laut einer Mitteilung vom Samstag. „Protektionismus gegen China wäre genau die verkehrte Stoßrichtung“, fügte er hinzu.

Eine Vielzahl der exportorientierten mittelständischen Unternehmen profitiere nicht von bilateralen Abkommen, sagte Treier. Im deutschen Interesse sei eine breit angelegte Politik des Freihandels. „Mit den USA haben wir bereits einen gut florierenden Handel“, sagte der Experte. Die deutsche Wirtschaft leide vielmehr unter der Abschottungstendenz einzelner Staaten wie China, Russland, Indien oder Brasilien. Es sei darum wichtig, gemeinsam mit den USA einen Anreiz für weitere Freihandelsabkommen mit diesen sogenannten BRIC-Staaten zu schaffen.

US-Präsident Barack Obama hatte am Dienstag die Aufnahme offizieller Verhandlungen mit der EU über ein umfassendes Freihandelsabkommen angekündigt. Bei einem erfolgreichen Abschluss würde sich über den Atlantik die größte Freihandelszone der Welt spannen. Ein weitgehendes transatlantisches Handelsabkommen wird bereits seit langem diskutiert. Beide Seiten erhoffen sich durch den Wegfall von Handelsbarrieren Wachstumsimpulse für ihre schwächelnden Wirtschaften. Vor allem Deutschland setzte sich zuletzt für das Vorhaben ein.


Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DIHK: Deutsche Wirtschaft fürchtet Nachteile durch Freihandel mit USA"

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  • @ Ottavo
    Sehr schön dargelegt und auf den Punkt gebracht!
    Ein fataler Fehler nach dem Anderen, erst EU dann noch Freihandel.
    Es wird im Anschluss zu schweren Verwerfungen mit den USA kommen.
    Unfassbar! sind denn nur noch Irre unterwegs?

  • handeln ist liebe . Tun bringt Zukunft .
    Merkel ist totes Deutschland .

  • Merkel schlägt und versteckt sich . Germany .
    Es sind Ferkelschweine . Die Welt wird DE so sehen .
    Merkel ist nicht alles . Sparen kann die Welt ganz sicher ohne Spießer .

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