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DVFA fordert möglichst präzises Reit-Modell- "Basis der Ausschüttungen genau definieren"

Der Analystenverband DVFA plädiert für eine möglichst präzise Ausarbeitung des Modells für ...

Der Analystenverband DVFA plädiert für eine möglichst präzise Ausarbeitung des Modells für deutsche Immobilien-Trusts (G-Reits). "Die überraschende Ankündigung der Neuwahl des Bundestags hat auch den Fahrplan für die Einführung von G-Reits, die für Anfang 2006 vorgesehen war, obsolet werden lassen", meint Prof. Heinz Rehkugler, Leiter der DVFA-Expertengruppe Immobilien. Die verlängerte Frist sei jedoch kein Nachteil, sondern könne genutzt werden, um offene Fragen zu klären, so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 4. 6. 2005.
Cash-flow nicht besteuern
Dazu gehört laut Rehkugler die Berechnungsbasis des ausschüttungspflichtigen Gewinns. Es gelte, zu verhindern, dass der Cash-flow von Reits ausgeschüttet werden müsse und im Zuge dessen bei den Aktionären besteuert werde. Die derzeit im Markt diskutierten Vorschläge enthielten noch keine zufrieden stellende Lösung dazu. Würde dieses Problem nicht geklärt, wären Reits gegenüber anderen Immobilienanlagen schlechter gestellt. Darüber hinaus zeige die Diskussion um die steuerliche Regelung der Sicherstellung einer Quellenbesteuerung von Gewinnanteilen ausländischer Investoren, dass die derzeit dem Markt vorgeschlagenen Modelle noch viel Spielraum für Diskussionen böten.
Trennungsmodell kompliziert
Favorisiert werde derzeit das sog. "Trennungsmodell", das eine Ausgliederung des Immobilienvermögens - wie bei einem Fonds-in ein Sondervermögen vorsehe. Dieses sei zwar steuerrechtlich "sauber", es sei jedoch zu befürchten, dass das Modell zu komplizierten und international nicht bekannten Konstruktionen führe. Dadurch bestehe die Gefahr, dass es die institutionellen wie die privaten Anleger abstoßen könnte.
Laut Rehkugler ist wegen der Neuwahlen nun damit zu rechnen, dass Großbritannien sein geplantes Reit-Modell früher einführen wird als Deutschland. Da die Dringlichkeit der Einführung von deutschen Reits aber unverändert gegeben und auch der politische Wille dazu über alle Parteigrenzen groß sei, solle möglichst bald nach den Wahlen wenigstens der organisatorische und steuerliche Regelungsrahmen festgezurrt und bekannt gemacht werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 16.06.2005

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