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EU-Kommission plant vorerst keine Regulierung von Ratingagenturen

Die EU-Kommission will vorerst keine regulatorischen Schritte für Ratingagenturen in Europa ...

Die EU-Kommission will vorerst keine regulatorischen Schritte für Ratingagenturen in Europa unternehmen, dies meldet die Börsen-Zeitung am 6. 4. 2005. Binnenmarktkommissar Charly McCreevy sagte in Dublin, im Moment seien gesetzgeberische Maßnahmen "nicht angemessen". Allerdings müssten die Agenturen die Sorgen der Investoren ernst nehmen. Dies gelte besonders vor dem Hintergrund der neuen Eigenkapitalvorschriften für die Kreditwirtschaft (Basel II), mit der die Ratings zusätzliche Bedeutung erhielten.
McCreevy schloss sich damit zunächst der Haltung des EU-Regulierungsausschusses für Wertpapiere (CESR) an, der sich gegen eine Regulierung und Registrierung der Ratingagenturen in Europa ausgesprochen hatte. Stattdessen sollten sich die Agenturen dem von der Vereinigung der Internationalen Wertpapieraufseher (Iosco) vorgelegten Ratingkodex unterwerfen. Dagegen stieß die CESR-Empfehlung für einen freiwilligen Verhaltenskodex auf Kritik im EU-Parlament. Der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Alexander Radwan, erklärte, über diese Frage entscheide "immer noch der Gesetzgeber". Radwan verwies dabei auf Defizite in der Transparenz der Ratings sowie auf die Marktmacht der Agenturen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 18.04.2005

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