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EVCA-Statistik 2004 zum europäischen Private Equity-Markt

Die europäischen Private Equity-Gesellschaften haben im Jahr 2004 insgesamt 30,6 Mrd. € ...

Die europäischen Private Equity-Gesellschaften haben im Jahr 2004 insgesamt 30,6 Mrd. € investiert, so das vorläufige Ergebnis der Erhebungen, die jährlich von Thomson Venture Economics und PricewaterhouseCoopers im Auftrag der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) durchgeführt werden. Berücksichtigt wurden die Angaben von Beteiligungsmanagern in 23 Ländern Europas.
Wie schon im Vorjahr hätten Buy-outs den weitaus größten Teil der Private Equity-Investitionen ausgemacht: Mit 21,6 Mrd. € stelle der Buy-out-Markt 70,7% des Gesamtvolumens. Gegenüber 2003 habe sich dieser Anteil jedoch zugunsten der Venture Capital-Investitionen verringert; deren Anteil sei mit 9,0 Mrd. € auf 29,3% am Gesamtinvestitionsvolumen gestiegen (2003: 8,4 Mrd. € = 28,8%). Das Volumen der bei Investoren eingeworbenen Mittel sei mit 24,7 Mrd. € leicht gegenüber dem Vorjahr (27,1 Mrd. €) zurückgefallen. Da zahlreiche Fonds im zweiten Halbjahr 2004 aufgelegt worden seien und erst 2005 geschlossen würden, erwartet die EVCA einen erneuten Anstieg des Fundraising in 2005. Betrachte man die Ergebnisse der letzten Jahre - ausgenommen die ungewöhnliche Periode 2000-2001 -, so schienen sich die europäischen Fundraising-Aktivitäten auf einem Niveau von 25-28 Mrd. € zu stabilisieren.
Die voraussichtliche Verwendung der Gelder, die in 2004 eingeworben wurden, entfalle zu 24,8% auf Venture Capital-Investitionen (2003: 22,4%) und zu 73,1% (2003: 76,5%) auf Buy-outs. Obwohl sich der Venture Capital-Anteil positiv entwickelt habe, sei die Tendenz im Teilbereich Early stage- und Expansionsfinanzierungen rückläufig: Die Beteiligungen an wachstumsorientierten High Tech-Unternehmen seien von 9,4% in 2003 auf 7,5% in 2004 gesunken. Entgegen dem europäischen Trend habe Deutschland jedoch mit 353,5 Mio. € erstmals seit drei Jahren wieder einen Anstieg verzeichnen können. Positiv entwickelt hätten sich die Abgänge, die 2004 auf 14,1 Mrd. € gestiegen seien. Totalverluste seien von 1,6 Mrd. € auf 1,4 Mrd. € gefallen und hätten damit nur noch 10,2% des Exit-Volumens ausgemacht. Trade sales hätten mit 3,6 Mrd. € weiterhin den bevorzugten Exit-Kanal dargestellt, ihr Anteil am Gesamt-Exit-Volumen habe 25,2% betragen. Börsengänge hätten ein Volumen von 1 Mrd. € erreicht, ihr Anteil am Exit-Volumen sei von 5,6 auf 7,6% gestiegen. Somit gewänne die Börse als Exit-Plattform wieder an Bedeutung.
Herman Daems , Chairman der EVCA und der belgischen Beteiligungsgesellschaft GIMV, sieht für das laufende Jahr Anzeichen einer positiven Entwicklung: Die Bilanz 2004 sei eine Fortsetzung der kontinuierlichen Aufwärtsbewegung seit 2001.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 29.03.2005

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