Folgen der Finanzkrise
Stiglitz sieht Abschwung in den USA

Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Joseph Stiglitz, hält einen längeren Wirtschaftsabschwung in den USA für möglich, sieht aber eine Rezession als unwahrscheinlich an.

HB KUALA LUMPUR. Die steigenden Ausfallraten bei Hypotheken für bonitätsschwache Schuldner sowie anhaltende Probleme am Häusermarkt, die Verwerfungen an den Kreditmärkten und die globalen Börsenturbulenzen hätten die Risiken für die Wirtschaft erhöht, sagte Stiglitz am Donnerstag.

Wegen der fehlenden Transparenz sei derzeit nicht klar, wie tief das Problem reiche. „Das wahrscheinlichste Szenario ist jedoch ein längerer Abschwung, aber keine Rezession“, erklärte der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften.

Etwa 1,7 Mill. US-Bürger dürften in diesem Jahr ihr Eigenheim verlieren, weil sie ihre Kredite nicht mehr bedienen können - dies werde den Druck auf den Markt für US-Wohnimmobilien weiter erhöhen, sagte Stiglitz. „Die Kreditraten steigen, die Hauspreise fallen und die Einkommen stagnieren. Das ist kein schönes Bild“.

Dieser Prozess könnte noch an Dynamik gewinnen und es sei unklar, wann er zu einem Ende komme, sagte Stiglitz am Rande der Konferenz zu Journalisten. „Und wir wissen nicht, wie gut die Federal Reserve auf die Krise reagieren wird.“

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