Handelsblatt-Ranking
Mannheimer Ökonomen forschen am meisten

Die Mannheimer Ökonomen haben ihren Spitzenplatz im Handelsblatt-Ranking verteidigt. Aufgeholt hat die Uni Bonn – sie liegt jetzt auf Platz zwei aller Fakultäten. Erstmals wurden Wirtschaftsforschungsinstitute bewertet.
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DüsseldorfIm Handelsblatt-Ranking der forschungsstärksten volkswirtschaftlichen Fakultäten im deutschsprachigen Raum liegt die Universität Mannheim auch in diesem Jahr vorne. Platz zwei belegen erstmals die Ökonomen der Universität Bonn, dahinter folgt die Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, die erneut Platz drei erringen konnte. Auf Platz vier und fünf liegen die Universität Zürich sowie die Eidgenössische-Technische Hochschule (ETH) Zürich.

Gemeinsam mit der Konjunkturforschungsstelle (Kof) der ETH Zürich und dem Ökonomenverband „Verein für Socialpolitik“ berechnet das Handelsblatt regelmäßig die Forschungsleistung einzelner Ökonomen sowie ganzer Fakultäten. Dazu wird die Zahl der Publikationen erfasst, dann je nach Renommee der jeweiligen Fachzeitschrift gewichtet und anschließend addiert.

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein Ranking der Wirtschaftsforschungsinstitute. Dabei liegt das Münchener Ifo-Institut an erster Stelle, dahinter folgen das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW), sowie die Max-Planck-Institute. Auch die Forscherteams der Zentralbanken Deutschlands, der Schweiz und Österreichs schafften es demnach unter die ersten zehn.

Der Redakteur des Handelsblatts ist Experte für Konjunktur.
Hans Christian Müller-Dröge
Handelsblatt / Redakteur

Kommentare zu " Handelsblatt-Ranking: Mannheimer Ökonomen forschen am meisten"

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  • Glückwunsch an Mannheim! Schade für die Bonner, dass sie den Sieg knapp verpasst haben. Viele Jahrzehnte lang war Bonn der einzige Ort in Deutschland, an dem international wettbewerbsfähige Forschung betrieben wurde. Bei den Publikationen lag Bonn meilenweit vorne. Dann haben andere Unis aufgeholt. In letzter Zeit hat man es in Bonn versäumt, publikationsstarke Professoren zu berufen; woran das liegt, ist mir leider nicht bekannt.

    Einige Kommentatoren hier sind nicht gut auf Ökonomen zu sprechen. Kaffeesatzleserei und ideologische Indoktrinierung, daran denkt man schnell wenn es um Ökonomie geht. Nach dem Motto, nächstes Jahr wächst die Wirtschaft um genau 1,435234%. Heute findet solche Pseudo-Forschung jedoch vorwiegend an so genannten Wirtschaftsforschungsinstituten statt, deren Definition von Forschung ist in der Tat ein schlechter Witz. Die universitäre Forschung in der VWL hat damit nichts zu tun, jedenfalls nicht die Forschung von Top-Wissenschaftlern wie Roman Inderst und Co.

    Übrigens: Viele der Amerika-Rückkehrer unter den Professoren publizieren nicht mehr gut, wenn sie erst wieder in Deutschland sind. Das spricht dafür, dass sich ihre Erfolge in Amerika auch durch dortige Buddies erklären lassen. Deutsche Universitäten sollten sich also nicht per se damit schmücken, Auslandsrückkehrer zu berufen. Natürlich haben es Wissenschaftler in den USA leichter, in den führenden US-Journals zu publizieren. Daher stellt es letztlich eine deutlich größere Leistung dar, wenn jemand aus Deutschland heraus, ohne Beziehungen nach Amerika, in den US-Top-Journals publiziert. Dann muss die Qualität nämlich wirklich überragend sein.

    Das Handelsblatt-Ranking ist in der VWL zweifellos das wichtigste und am höchsten angesehene Forschungsranking, weil es darauf basiert, wer in welchen Fachzeitschriften publiziert. Hier schafft das Handelsblatt eine Transparenz, die es vor 2006 in der deutschen VWL nicht gegeben hat. Weiter so!

  • Forschen heißt nicht, möglichst viel zu publizieren!

    Es wir nur noch repliziert mit dem Ziel die eigene Publikationsliste zu verlängern. Das ist die Krankheit des gesamten wissenschaftlichen Systems, wie wir es momentan haben.

  • Bitte legen Sie die Bewertungskriterien und die Rohdaten offen.

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