Heimarbeit auf Probe
Mitarbeiter sind auch zuhause fleißig

Heimarbeit ist für viele Arbeitgeber keine Alternative. Schließlich können Angestellte zu Hause kaum kontrolliert werden. Der Probelauf eines Nasdaq-Konzerns zeigt, dass das offenbar gar nicht nötig ist.
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LondonFür den Weg vom Frühstückstisch ins Büro braucht Steve Gillies oft nur 27 Sekunden. Regelmäßig arbeitet der Manager des britischen Telekommunikationskonzerns BT von zu Hause aus. Wesentlich produktiver sei er in den eigenen vier Wänden, schwärmt Gillies: "Zu Hause zu arbeiten ist stressfreier. Ich kann klarer denken und treffe bessere Entscheidungen." Und zwischendurch könne er noch ganz entspannt mit seinem Hund um den Block gehen.

Diese größere Freiheit ist der Hauptgrund, warum viele Arbeitgeber der Heimarbeit misstrauen. Denn wer kann verhindern, dass sich das Personal zu Hause einfach auf die faule Haut legt?

Das größte chinesische Online-Reisebüro Ctrip hat jetzt die Probe aufs Exempel gemacht. Das an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen organisierte in Schanghai einen in dieser Form einmaligen Feldversuch zu den Folgen von Heimarbeit. Ein vierköpfiges Forscherteam um den Stanford-Professor Nick Bloom begleitete das Experiment wissenschaftlich. Zustande kam der Kontakt, weil einer der Ctrip-Gründer, James Liang, in Stanford bei Bloom promoviert.

Das Unternehmen machte den Mitarbeitern eines Call-Centers in Schanghai das Angebot, an vier von fünf Tagen von zu Hause aus zu arbeiten. 255 Beschäftigte waren interessiert - nach dem Zufallsprinzip wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt: Der einen Hälfte richtete Ctrip Heimarbeitsplätze ein, die andere Hälfte bildete die Kontrollgruppe, die weiterhin fünf Tage die Woche ins Büro kommen musste.

Die Ergebnisse bestätigen die These des BT-Managers Gillies auf ganzer Linie: Ein Heimarbeiter beantwortete im Schnitt zwölf Prozent mehr Anrufe als vor Beginn des Experiments. Bei den Kollegen in der Kontrollgruppe blieb die Performance dagegen gleich.

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  • gut. bei callcentern ist es doch logisch, aber das experiment ist sicher nicht so realitätsnah gewesen. dass die kontrollgruppe unzufriedner war als die heimarbeiter ist ja schon logisch, da man vorher eine art vorfreude generierte. die enttäuschten, die in der kontrollgruppe waren, sind also innerlich enttäuscht gewesen und haben somit ihre arbeit wie immer erledigt. die anderen wurden halt motiviert. gleichzeitig ist aber auch klar, dass jemand zuhause von anderen kollegen nicht abgelenkt wird, die fahrt zur arbeit spart und somit mehr zeit zur verfügung hat. jemand, der mindestens 1 h alleine für die fahrt zur arbeit benötigt, wird immer demotivierter werden. ist doch klar. andreerseits ist sozialer kontakt und teamwork bei heimarbeit fast unmöglich. also nicht für alle berufsgruppen interessant.

  • Dieses System, das bis heute wenig verändert ist, ist doch krank in seinen Grundfesten! Leute haben nur dann Arbeit oder verdienen nur dann, wenn sie irgendwohin in einen Palast vorindustrieller Psychatrie fahren. Warum geht es nicht auch so wie bei diesem BT-Mitarbeiter. Sein Exemple zeigt genau, dass man zuhause viel entspannter und damit leistungsfähiger ist als unter Mobbing in einem Containerbuero.

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