Ifo-Studie

Ziele des Kyoto-Protokolls wurden komplett verfehlt

Die Klima-Bilanz der EU kann sich sehen lassen – zumindest auf den ersten Blick. Ökonomen sahen genauer hin und stellten fest: Die Industrieländer erzielten beim Klimaschutz viel weniger Forschritte als angenommen.
  • Hans-Christian Müller
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Die CO2-Fußabdrücke der Länder werden laut Ifo-Forscher Felbermayser falsch gemessen. Quelle: dpa

Die CO2-Fußabdrücke der Länder werden laut Ifo-Forscher Felbermayser falsch gemessen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Vergleich zu 1990 stößt Europa heute ein Sechstel weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus. Im gleichen Zeitraum ist die Wirtschaftsleistung in der EU um 40 Prozent gewachsen. Wachstum und CO2-Ausstoß, prahlt die EU-Kommission auf ihrer Webseite, seien entkoppelt.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Bei genauerem Hinschauen erweist sich die Klimabilanz der westlichen Welt als deutlich schlechter, zeigen die Ökonomen Rahel Aichele und Gabriel Felbermayr, die beide am Münchener Ifo-Institut forschen, in einer neuen Studie.

Der bisher übliche Weg, die Klimabilanz eines Landes – den sogenannten CO2–Fußabdruck – zu ermitteln, sei irreführend, argumentieren die Wissenschaftler in einer Studie, die demnächst im „Journal of Environmental Economics and Management“ erscheint. „Die CO2-Fußabdrücke der Länder werden falsch gemessen“, fasst Felbermayr das Ergebnis zusammen.

Er begründet dies mit dem Welthandelsboom der vergangenen Jahrzehnte. Güter werden häufig nicht mehr dort hergestellt, wo sie konsumiert werden. Die internationale Klimapolitik orientiert sich dagegen an den Ländergrenzen. Sie konzentriert sich auf die Treibhausgase, die in einem Land ausgestoßen werden. Um ein vollständiges Bild von der Klimabilanz eines Landes zu bekommen, argumentieren die Münchener Forscher, müsse man aber sämtliche Emissionen betrachten, die durch den Konsum und die Investitionen in einem Land entstehen – also auch die, die importierte Güter in ihrem Produktionsland verursachen.

Wie groß die Lücke zwischen den beiden Betrachtungsweisen ist, zeigen Aichele und Felbermayr in ihrer Studie. Sie haben eine Datenbank der internationalen Im- und Export-Beziehungen von 40 Ländern aufgebaut, die nicht auf den Wert der gehandelten Waren abstellt, sondern auf die bei der Herstellung angefallenen Klimagase.

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13 Kommentare zu "Ifo-Studie: Ziele des Kyoto-Protokolls wurden komplett verfehlt"

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  • Die schlauen steigen aus der Klimareligion aus. Die gläubigen deutsche Gutmenschen verteidigen die Klimalüge bis zum bitteren Ende. Dabei ist es so leicht den riesigen Schwindel zu entlarven. Einfach nach EIKE googeln.

  • Danke für den Link. Das ist eine ausgezeichnete Abhandlung. Müsste eigentlich zur Pflichtlektüre gemacht werden!

  • Sehr interessant zusammengestellt:

    http://clausmeier.tripod.com/klima13.htm

  • Blöde Ideen enden im Nichts :-))

  • Wird der Morgenthau-Plan also doch noch verwirklicht.

    96 % der CO2-Emissionen in Deutschland sind natürlichen Ursprungs.
    Der Zuwachs an CO2-Emissionen in China -pro Quartal- ist genauso hoch wie der Gesamtausstoß in Deutschland pro Jahr.
    Wir können also das ganze Land abschalten (und auch die Atmung einstellen) und haben gerade einmal einen Quartalszuwachs von China kompensiert. Was wollen wir im Folgequartal Tolles anstellen?

    Für so einen Schwachsinn geben wir 100 Mrd pro Jahr an "Ökosteuer" aus, die nicht mal zweckgebunden verwendet wird, sondern Haushaltslöcher stopft, Zocker-Banken rettet, usw., und der Bürger findet's gut, ist es doch für die Umwelt. Für den rechten Glauben hinterfragen wir kein Dogma, damit haben wir schon 2000 Jahre Erfahrung.
    Ablasshandel im neuen Gewande.
    Die alten Herrschaftsstrukturen hatten mit den 68er-Umstürzen ausgedient, aber auf dieser Welle hat sich eine neue Klassenherrschaft an die Macht geputscht, die jetzt meinungsbildend die Deutungshoheit übernommen hat. Dies nicht nur in Klimafragen, sondern zunehmend in allen Lebensbereichen.
    Man sei ermutigt zu hinterfragen alle Offenbarungen der Klima-Kirche und der Öko-Diktatur.

  • In Deutschland hat sich die Politik besonders auf die Autofahrer eingeschossen. Nach deren Auffassung sind die die Wurzel allen Übels.
    Wenn ich Kyoto-Protokoll höre oder lese, dann lache ich mich kaputt. Nicht einmal in Kyoto hält man etwas von diesen Mist. Da lassen selbst die Autofahrer und natürlich auch die Fahrerinnen den Motor im Stand auf dem Parkplatz laufen damit es im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt im Auto wird. Und das macht man nicht nur in Japan sondern in allen Ländern Asiens so. Auch die Polizei. Da sagt mir kein Polizist bei einer Kontrolle, stellen Sie den Motor ab.
    Gerne werden auch Bilder vom Smog in Bangkok oder Kuala Lumpur gezeigt. Das ist die Haze. Die entsteht wenn in der Trockenzeit auf Sumatra die Brandrodung durchgeführt wird. Das wird allerdings verschwiegen. Allerdings würde eine Wärmedämmung der Gebäude etwas bringen. Dann bräuchten die Klimaanlagen nicht ständig unter Volllast zu laufen.

  • In Zeiten großer Unsicherheiten und unbequemer Warheiten ("mein Motorrad fährt auch ohne Wald" hat kürzlich der Besucher einer Gastsstätte gesagt) haben Wahrsager schon immer Hochkunktur. Nichts gegen Klimaskeptiker - aber gegen Leugner. Die sind einfach Schwachsinnig. Dennoch danke ich Ihnen: Sollte nämlich tatsächlich ernsthaft versucht werden, dem Klimawandel entgegenzutreten, so verlängert sich das Wirken dieses golbalen hedonistischen Monsters unnötig. So kommt das Ende brutaler, schneller und vermutlich nachaltiger. Also konsumiert alle noch, solange es geht! Aber vergesst nicht: die Party ist bald vorbei - dann kommt der Rausschmeißer.

  • Es ist schon erstaunlich,dass die sogenannten Klimagase das Wetter beeinflussen sollen,ohne dass eine einzige Messung vorliegt.Eigene Messungen der Schwingungszustände von Stickstoff ergaben keine Abstrahlungen.

  • Das CO2 Märchen….

    Eine der besten und lukrativsten Marketingkampagnen der Welt.

  • Der Konsumwahn funktioniert weder ökologisch noch ökonomisch. Von der öknomischen Seite düfte nun aber viel wirksamer durchgegriffen werden. Das Wirtschaft und Erde zerstörende Doping des "Alten Wirtschaftens" durch ungedecktes Luftgeld und das damit verbundene Festhalten an alten, viel zu engen Begriffen von Gewinn, Wachstum oder auch Inflation ist zu Ende. Wenn die Menschheit nicht völlig gaga ist, wird sie zu neuen Ufern aufbrechen.

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