Krankenhaus-Check: Wenn Manager Leben retten

Krankenhaus-Check
Wenn Manager Leben retten

Was zeichnet ein gutes Krankenhaus aus? Zusammen mit ihrem Team hat die Forscherin Rebecca Homkes, Ökonomin der London School of Economics, Krankenhäuser in Großbritannien, Deutschland, den USA und drei weiteren Ländern unter die Lupe genommen. Warum gute Ärzte längst nicht alles sind - und es auch auf die Verwaltungsstrukturen ankommt.
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KÖLN. Sie operiert nicht mit Tupfer und Skalpell, sondern mit Zahlen, Fragebögen und Interviews. Bei der Arbeit von Rebecca Homkes fließt kein Tropfen Blut - und dennoch geht es um Leben und Tod.

Homkes, Ökonomin am Centre for Economic Performance (CEP) der London School of Economics, erforscht, wie Krankenhäuser besser geführt werden können und welche Auswirkungen das für die Patienten hat. Die medizinische Qualität eines Krankenhauses, so stellt Homkes fest, hängt eng damit zusammen, wie professionell die Verwaltung arbeitet. "Ein Arzt kann nur so gut sein, wie es das Management des Krankenhauses zulässt."

Zusammen mit Unternehmensberatern von McKinsey hat die Forscherin die Management-Strukturen von 1 200 Krankenhäusern in Großbritannien, Deutschland, den USA und drei weiteren Ländern unter die Lupe genommen - mit einer Methode, die das CEP für die Analyse der Management-Qualität in normalen Firmen entwickelt hat.

In ausführlichen Gesprächen mit dem Führungspersonal der Krankenhäuser loteten die Wissenschaftler die internen Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und die Personalführung im Detail aus. Wie viel Verwaltungstätigkeiten bleibt bei den Ärzten hängen, wie frei kann das Management agieren, wie viel medizinischen Sachverstand besitzt die Führungsspitze?

Die Antworten auf Fragen wie diese verdichten die Forscher zu einem Management-Index. Am besten schnitten dabei im Schnitt die amerikanischen Krankenhäuser ab (3,0 Punkte), am schlechtesten die französischen, (2,4 Punkte), Deutschland liegt dazwischen (2,64 Punkte).

Die Kennzahlen der einzelnen Krankenhäuser verglichen die Forscher mit der Sterberate von Patienten, die mit einer Herzattacke eingeliefert wurden. Sie stellten fest: Wenn der Management-Index um einen Punkt ansteigt, sinkt die Sterberate um sechs Prozent.

Lange waren Forscher der Meinung, das Schicksal der Patienten hänge nur davon ab, wie gut die Ärzte sind. "Heute wissen wir, dass es auf das ganze Team im Krankenhaus ankommt", sagt Markus Lüngen, Leiter des Kölner Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wenn es Klinikmanager beispielsweise schaffen, den Verwaltungsaufwand für Ärzte zu reduzieren, bleibe mehr Zeit für den einzelnen Patienten.

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  • Der Artikel ist leider wenig aussagekräftig. Er besteht eigentlich nur aus vielen Allgemeinplätzen.Also eine Studie ist das nicht

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